Projektinfos

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  • Kooperation
    Architekten Postner/Duelli
  • Projektleitung
    Konrad Duelli
  • Bauherr
    Wohnbauselbsthilfe Vorarlberg

    Standort
    Dornbirn

    Fertigstellung
    2020

    Projektdaten
    NRF 1478,62 m², BGF 1912,26 m²,
    BRI 5760,74 m³
    Energie 26 kWh/m²a

    Rechte
    Text Tina Mott
    Foto Arch. DI Roland Wehinger

    Transfer Wohnraum Vorarlberg Froschweg, Dornbirn

    Nachhaltige Verdichtung der Mischzone

    Landwirtschaftlich genutzte Grünräume durchziehen die heterogenen Wohn- und Gewerbezonen des Ortsteiles Wallenmahd an der südwestlichen Gemeindegrenze von Dornbirn. Das fünfte Projekt der Initiative Transfer Wohnraum Vorarlberg verdichtet die rasch wachsenden Siedlungsflächen durch ein L-förmiges Volumen an der Bundesstraße, das im Baurecht auf einem Grundstück der Pfarre Hatlerdorf errichtet wurde. Dem Bebauungsplan der Stadt folgend, weist der markante Kubus parallel zur Hauptverkehrsachse vier Geschosse auf, während der Trakt am Froschweg über drei Stockwerke verfügt.

    Das Gebäude mit 21 Wohneinheiten wird durch einen großflächig verglasten, nach Norden orientierten Eingangsbereich betreten, von dem aus das Fahrraddepot wie auch ein Raum mit Abstellflächen erschlossen werden. Das lichte Treppenhaus mit Liftanlage liegt in der Schnittzone der beiden Baukörper und mündet pro Etage in je zwei schlanke Korridore, welche zu den individuell gestalteten 2- bis 4-Zimmer-Apartments führen. Die Familienwohnungen im Erdgeschoss orientieren sich über gedeckte Terrassen zum einladend angelegten Spielplatz im geschützten Gartenbereich, während sich die Einheiten der oberen Stockwerke durch tief geschnittene französische Fenster oder Balkone zum Außenraum öffnen.

    Um aufwendige Erdarbeiten zu vermeiden, verzichtete das Planungsteam zur Senkung der Kosten auf eine Unterkellerung, denn es sollte nicht an der Qualität der Bausubstanz oder der Ausstattung gespart werden. So ist das Gebäude in Mischbauweise auf einer massiven Bodenplatte errichtet, zur Lastverteilung wurde zudem auch die Decke des Erdgeschosses in Stahlbeton ausgeführt. Die darüber liegenden Stockwerke sind hingegen als Holzrahmenkonstruktion mit Deckenelementen aus Brettsperrholz gefügt. Das Niedrigenergiehaus wurde in allen Gewerken von einheimischen Handwerksbetrieben ausgeführt, da bei den Projekten des Sonderwohnbauprogrammes des Landes großer Wert auf Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung gelegt wird.


    Projektdetails