Jagdbergstraße, Schnifis

Projektinfos

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Bauherr
Wohnbauselbsthilfe Vorarlberg

Standort
Schnifis

Fertigstellung
2019

Projektdaten
NGF 1803,01 m², BGF 2242,67 m²,
BRI 7552,4 m³
Energie
Haus 1: 34,0 kWh/m²a
Haus 2: 29,2 kWh/m²a

Projektphasen
Wettbewerb
Ausführung

Rechte
Text Tina Mott
Foto Norman Radon

Jagdbergstraße, Schnifis

Familienfreundliches Wohnen im Naherholungsgebiet.

Die erste Wohnanlage in der Geschichte des Dorfes verdichtet den östlichen Siedlungsrand des historisch gewachsenen Kerns von Schnifis. Inmitten des beschaulichen Naherholungsgebietes mit Tennisplätzen, kleiner Seilbahn und Badeweiher erstrecken sich zwei geschlossene Reihen von Einfamilienhäusern entlang eines flachen Hanges an der Südseite der Hauptstraße. Die beiden sorgfältig dimensionierten Objekte nehmen die Körnung des Ortes auf und schließen eine Lücke im Kontinuum der bestehenden Bebauung.

Die kompakten Volumen stehen selbstbewusst im abfallenden Baugrund, ihre Höhenentwicklung passt sich dem Geländeverlauf an. So kann die Tiefgaragenzufahrt im Westen des Ensembles nahezu ebenerdig von der Jagdbergstraße erschlossen werden. Zwischen den beiden Baukörpern spannt sich ein bepflanzter Platz mit Sitzgelegenheiten, der die Bewohner zur gemeinsamen Nutzung einlädt. Zu ihm orientieren sich beide Hauseingänge und auch der Kinderspielplatz kann von hier gut überblickt werden.

Die Anlage verfügt über ein durchgehendes Untergeschoss mit Autoabstellplätzen, Lagerräumen und einer familienfreundlichen Gartenwohnung. Darüber erheben sich zwei beziehungsweise drei weitere Stockwerke mit insgesamt 15 überwiegend barrierefreien Einheiten. Diese sind weitgehend nach Südwesten ausgerichtet und verfügen über behaglich gestaltete Außenräume in Form von überdachten Loggien und Sitzplätzen sowie großzügig bemessenen Privatgärten.

Die Baukörper sind als konsequent konzipierte Hybridkonstruktionen auf einem massiven Sockelgeschoss ausgeführt, ihre Struktur aus Stahlbetonstützen und -decken wird von Holzelementwänden gefasst. Vertikal geschalte Fichtenholzbretter in drei verschiedenen Breiten bilden die Außenhaut. Sie wird durch eingelegte Blechstreifen gegliedert und knickt entlang der Traufen schräg nach oben. Die Gebäude sind mit Mineralwolle gedämmt und im Niedrigenergiestandard ausgeführt, eine Erdwärmepumpe sowie Solaranlagen auf den Dächern dienen als Energiequellen.


Projektdetails