{"id":24883,"date":"2016-05-11T12:06:29","date_gmt":"2016-05-11T10:06:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmar-schmidinger.at\/hk5\/projekt\/wettbewerb-agrarisches-schulzentrum-salzkammergut\/"},"modified":"2025-07-28T17:01:45","modified_gmt":"2025-07-28T15:01:45","slug":"wettbewerb-agrarisches-schulzentrum-salzkammergut","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/projekt\/wettbewerb-agrarisches-schulzentrum-salzkammergut\/","title":{"rendered":"Agrarisches Schulzentrum, Salzkammergut"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung des neuen Konzeptes ist einerseits die Beibehaltung der bestehenden Typologie des Hofes, anderseits die weitgehende Freihaltung der \u00f6stlichen zusammenh\u00e4ngenden Wiesenfl\u00e4che von Bebauung sowie Erschlie\u00dfung, so dass die Wiese ungest\u00f6rt an das Geb\u00e4ude anschlie\u00dft. Dieses Konzept macht den Abbruch des ostseitigen Fl\u00fcgels des Bauteiles 1954 notwendig. Nach Untersuchung dieses Bauteiles kommt der Verfasser zur \u00dcberzeugung, dass auf Grund der Struktur sowie der H\u00f6henlage zum Hauptbau sowie der geringen Kellerh\u00f6hen eine Integration nur mit sehr viel Umbauma\u00dfnahmen realisierbar ist, die kostenm\u00e4\u00dfig mit einer Neubaukubatur zu vergleichen sind. Ebenso ist es m\u00f6glich, den Neubau weitgehend zu errichten, ohne dass ein Abbruch notwendig ist.<\/p>\n<p>Somit entsteht die Chance einer Hofvergr\u00f6\u00dferung, der angemessen f\u00fcr die neue Nutzung ist. Von diesem Hof aus werden alle Bereiche erschlossen, er bleibt Zentrum und Herz der Gesamtanlage mit vielf\u00e4ltiger Nutzungsm\u00f6glichkeit. Der Hof wird gebildet durch klar unterscheidbare Bauteile- Theorietrakt mit Aussicht nach Osten, Internat im Altbestand sowie Praxisteil mit der M\u00f6glichkeit einer R\u00fcckandienung. Alle Teile sind verbunden und barrierefrei erschlossen.<br \/>\n~<\/p>\n<p><strong>Freiraum<\/strong><\/p>\n<p>Die r\u00e4umlich starken Gr\u00fcnstrukturen in Richtung See \u2013 das W\u00e4ldchen und die Allee entlang der Stra\u00dfe \u2013 werden erhalten und gest\u00e4rkt. Quer dazu verlaufen schmale Windschutzhecken und sichern Gel\u00e4ndeb\u00f6schungen. Eine lockere Obstwiese fasst Park- und Sportpl\u00e4tze und l\u00f6st sich nach Osten immer weiter auf und \u00f6ffnet den Blick zum See. Der Hofraum wird gepr\u00e4gt durch die typischen Stilelemente des Vierseithofes: die Walnussgruppe als Hofbaum, der Nutzgarten vor dem Giebel des neuen Technikgeb\u00e4udes, die Gred (gepflasterte Vorfl\u00e4che auf Eingangsniveau des Altbaus), welche \u00fcber Treppen und Rampen an das \u00fcbrige Hofniveau angeschlossen ist. Ein davor liegender, lang gestreckter Wassertrog der gro\u00dfe offene Raum erm\u00f6glicht eine multifunktionale Nutzung des Hofes bei Festen und im Alltag, zum Sitzen in Schatten und Sonne und zur Bewegung in alle Richtungen.<\/p>\n<p>Sport- und Spielangebote, sowie ein Gro\u00dfteil der Stellpl\u00e4tze liegen im Westen in leichten Hangterrassen. Die 200 zus\u00e4tzlichen Stellpl\u00e4tze finden bei gr\u00f6\u00dferen Veranstaltungen Raum auf der westlichen Wiese.<\/p>\n<p><strong>Haustechnikkonzept<\/strong><\/p>\n<p>Zentrale L\u00fcftungsger\u00e4te mit hocheffizienter W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung (&gt;75%) f\u00fcr die einzelnen Bauteile. Aufgrund der zeitlich versetzten Nutzung von Schulbereich und dem Internat wird eine gemeinsame L\u00fcftungszentrale f\u00fcr diese beiden Bereiche angestrebt.<\/p>\n<p>Eigene Zentralger\u00e4te f\u00fcr die K\u00fcchenl\u00fcftung, Turnhalle und Lebensmittelverarbeitung.<br \/>\nIsotherme Lufteinbringung mit 22\u00b0C im Sommer und Winter.<\/p>\n<p>Zur Sicherstellung der konstanten Zulufttemperatur kommen in den L\u00fcftungsger\u00e4ten Heizregister zum Einsatz, die von der zentralen Hackschnitzelanlage gespeist werden.<\/p>\n<p>Vorkonditionierung der Zuluft \u00fcber Erdreichsolew\u00e4rmetauscher (Vorw\u00e4rmung im Winter\/K\u00fchlung im Sommer)<br \/>\nW\u00e4rmeabgabesystem: Die Raumheizung erfolgt \u00fcber ein Niedertemperaturheizsystem mit je einem Heizk\u00f6rper pro Raum als statische Heizfl\u00e4che. R\u00e4ume mit hohen internen Lasten (Server udgl.) werden zum Schutz vor sommerlicher \u00dcberhitzung im Untergeschoss bzw. an der Nordseite der Geb\u00e4ude untergebracht.<\/p>\n<p>Die Energieversorgung erfolgt \u00fcber eine zentrale Biomasseheizung f\u00fcr Bestandsgeb\u00e4ude und Neubauten. Durch die Positionierung des Hackschnitzellagers im nord\u00f6stlichen Teil des Praxisgeb\u00e4udes ist eine unkomplizierte Beschickung des zweigeschossigen Bunkerraums durch Abkippen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auf dem s\u00fcdlichen Schr\u00e4gdach des bestehenden Geb\u00e4udes werden Solarkollektoren mit einer Fl\u00e4che von 100 m\u00b2 zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterst\u00fctzung installiert. Durch den gro\u00dfen Bedarf an Warmwasser im Internat-Bereich sind somit kurze Anbindungsleitungen f\u00fcr die Nutzung der Solaranlage gesichert.<\/p>\n<p>Photovoltaikanlage mit 30 m\u00b2 Fl\u00e4che in den opaken Bauteilen der S\u00fcdfassade \/ Neubau m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die automatisierten Jalousien mit Tageslichtlenkung \u2013 geteilte Neigungsverstellung \u2013 bewirken bei geschlossener Jalousie, dass die Lamellen im oberen Drittel so gestellt sind, dass ein h\u00f6chstm\u00f6glicher Tageslichteinfall erm\u00f6glicht wird.<\/p>\n<p>Automatische Nachtausk\u00fchlung \u00fcber Stellmotoren f\u00fcr die Dachverglasung im Atrium. Gleichzeitige Nutzung zur Brandrauchentl\u00fcftung.<\/p>\n<p><strong>Statik<\/strong><\/p>\n<p>Das Tragwerk des Lehrgeb\u00e4udes ist \u00fcber dem massiven Untergeschoss vollst\u00e4ndig in Holz konzipiert, wobei f\u00fcr die Decken Verbundkonstruktionen aus Brettstapeln mit bewehrtem Aufbeton zum Einsatz kommen sollen. Diese Verbunddecken k\u00f6nnen bei geringer H\u00f6he gr\u00f6\u00dfere Spannweiten \u00fcberbr\u00fccken, wobei die Anforderungen bez\u00fcglich Akustik, Schallschutz und Brandwiderstand ohne weiteres erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. \u00dcber einem regelm\u00e4\u00dfigen St\u00fctzenraster innerhalb der Fassaden und entlang der Flure werden Unter- und \u00dcberz\u00fcge angeordnet. Diese bilden linienf\u00f6rmige Auflager f\u00fcr die Decken und sammeln die Geschosslasten zur Ableitung durch die Holzst\u00fctzen ein. Durch das Auflegen der Decken auf den Unterz\u00fcgen werden auch die Deckenauskragungen im Foyer und \u00fcber der zweist\u00f6ckigen Hoffassade m\u00f6glich. Die horizontale Geb\u00e4udeaussteifung erfolgt durch die Ausbildung von Dach- und Deckenscheiben, was in den Verbunddecken ohne Zusatzaufwand inkludiert ist. Die vertikale Aussteifung des Bauwerks wird durch Wandscheiben und Liftschacht- bzw. Sanit\u00e4rkerne gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Im Pryxisgeb\u00e4ude \u00a0wird oberhalb des massiven Untergeschosses in Holz konstruiert, wobei auch hier die Decke \u00fcber EG als Verbunddecke konzipiert ist. Das Dach hingegen soll in einer kammartigen Struktur gebildet werden, bei der die gedrungenen Holzquerschnitte auf Unterz\u00fcgen aufliegen. Die Aussteifung des Geb\u00e4udes erfolgt durch die Ausbildung von Decken- und Dachscheiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Preis<\/p>\n","protected":false},"featured_media":40322,"template":"","tags":[298,298],"publik":[975],"projekt-art":[974,972],"projekt-land":[938],"projekt-status":[943],"projekt-kategorie":[918],"projektphase":[],"class_list":{"0":"post-24883","1":"projekt","2":"type-projekt","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","5":"hentry","6":"tag-schule","8":"publik-projektbeschreibung","9":"projekt-art-preistraeger","10":"projekt-art-wettbewerb","11":"projekt-land-oesterreich","12":"projekt-status-fertiggestellt","13":"projekt-kategorie-bildung","14":"projektkategorie-wettbewerbe"},"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt\/24883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projekt"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24883"},{"taxonomy":"publik","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/publik?post=24883"},{"taxonomy":"projekt-art","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-art?post=24883"},{"taxonomy":"projekt-land","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-land?post=24883"},{"taxonomy":"projekt-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-status?post=24883"},{"taxonomy":"projekt-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-kategorie?post=24883"},{"taxonomy":"projektphase","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projektphase?post=24883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}