{"id":25946,"date":"2016-05-11T12:48:22","date_gmt":"2016-05-11T10:48:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmar-schmidinger.at\/hk5\/projekt\/krumbach-bushaltestelle\/"},"modified":"2025-10-20T10:02:18","modified_gmt":"2025-10-20T08:02:18","slug":"krumbach-bushaltestelle","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/projekt\/krumbach-bushaltestelle\/","title":{"rendered":"Bushaltestelle, Krumbach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein solides, einfaches, sicheres und nachhaltiges M\u00f6belst\u00fcck f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum.<\/strong><\/p>\n<p>Durch umsichtige Bodenpolitik schaffte die Gemeinde Krumbach Freiraum f\u00fcr die Ortskernentwicklung. Der \u00d6ffentliche Personennahverkehr ist bedeutender geworden und Defizite bei Sicherheit und Komfort der bestehenden Haltestellen, forderten Handlungsbedarf. Eine verkehrsplanerische Studie empfahl die Realisierung der neuen Haltestelle im Bereich des &#8218;Alten Sennhuses&#8216; (Sennerei), in n\u00f6rdlicher Verl\u00e4ngerung des Dorfplatzes. Eine weitere Studie erstellten dann die Architekten Bernardo Bader, Rene Bechter und Hermann Kaufmann. Diese wurden von der Gemeinde Krumbach in der Folge mit der Planung der Bushaltestelle beauftragt. Mit dem Abbruch der Sennerei \u00f6ffnete sich der enge Stra\u00dfenraum dramatisch. Das neue Bauwerk reagiert auf diesen Verlust als stra\u00dfenbegleitende Baukubatur.<\/p>\n<h4>\u00bbDie Krumbacher sind heute stolz auf das besondere M\u00f6belst\u00fcck im \u00f6ffentlichen Raum, das im Ensamble mit weiteren Geb\u00e4uden und Einrichtungen den neu gestalteten Krumbacher Ortskern aufwertet.\u00ab<\/h4>\n<h5>B\u00fcrgermeister Arnold Hirschb\u00fchl<\/h5>\n<p>Die Haltestelle folgt einem &#8218;Terminalkonzept&#8216;. Unter einem langgezogenen Dach von 29 x 4 Metern kann die Haltestelle von vier Bussen gleichzeitig bedient werden. Rasches und vor allem sicheres Umsteigen der Fahrg\u00e4ste sind die gro\u00dfen Vorteile dieses typologischen Konzeptes. |<br \/>\n~<\/p>\n<p>Die architektonische Umsetzung ist einfach und angemessen. Zwei 8,2 Meter lange Wandscheiben tragen die Dachkonstruktion. Durch ihre L-f\u00f6rmige Ausbildung und den Versatz der Scheiben zueinander, entsteht ein langgestreckter Zwischenraum, der die Wartebereiche in jeder Fahrtrichtung r\u00e4umlich eindeutig definiert. Gro\u00dfz\u00fcgige Sitzb\u00e4nke aus massivem Eichenholz laden zum Verweilen.<\/p>\n<p>Holz ist sichtbarer und dominierender Baustoff im Ortskern. So wird auch die Bushaltestelle ein konsequentes Holzbauwerk. Die Dachfl\u00e4che mit 29 x 4 Metern und die daraus restultierenden Lastannahmen sind betr\u00e4chtlich. Um das tektonische Konzept der raumbildenden Scheiben auch konstruktiv umzusetzen, sind W\u00e4nde und das Dach massive Elemente in Kreuzlagenholz: Die Dachscheibe neunschichtige, schraubpressverleimte Lamellen mit St\u00e4rken bis 43 mm; Die Lamellen der Dachuntersicht in Sichtqualit\u00e4t, mit Nut und Kamm. Die \u00e4u\u00dferen Lamellen verlaufen in L\u00e4ngsrichtung und leiten die Lasten in die Wandscheiben ein. Die darunter liegenden Querlamellen sorgen f\u00fcr ausreichende Quertragwirkung mit Auskragungen von 1,3 bzw. 2,5 Metern. Die Auskragung der Dachscheibe in L\u00e4ngsrichtung betr\u00e4gt an beiden Enden 3,5 Meter. Die Wandscheiben sind ebenfalls mehrschichtig, schraubpressverleimte Lamellen, in f\u00fcnf Schichten. An den beiden Au\u00dfenseiten sind die Lamellen in Sichtqualit\u00e4t mit Nut und Kamm ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Holzkonstruktion ist auf einem Stahlbetonsockel mit 15 cm hohen Sockelstreifen in Wandst\u00e4rke aufgelagert und verankert. Somit ist ein ausreichender konstruktiver Holzschutz sichergestellt. Dach- wie Wandelemente wurden jeweils als komplette Elemente zur Baustelle geliefert und dort versetzt. Die konstruktive St\u00e4rke der Wandscheiben betr\u00e4gt 20 cm, jene der Dachscheibe 35 cm. |<\/p>\n<p>Die Materialisierung folgt der einfachen und reduzierten Formensprache der Konstruktion. Und trotz der Dimension des Bauwerkes, wirkt es wie ein M\u00f6belst\u00fcck im \u00f6ffentlichen Raum. Alle sichtbaren Betonfl\u00e4chen sind sandgestrahlt, die Holzkonstruktion heimische Fichte, die beiden Sitzb\u00e4nke in Eiche massiv, die Aushangk\u00e4sten f\u00fcr die Fahrpl\u00e4ne aus Messing. Alle Materialen sind unbehandelt und unterliegen ihrem nat\u00fcrlichen Alterungsprozess.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein solides, einfaches, sicheres und nachhaltiges M\u00f6belst\u00fcck f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum. Durch umsichtige Bodenpolitik schaffte die Gemeinde Krumbach Freiraum f\u00fcr die Ortskernentwicklung. Der \u00d6ffentliche Personennahverkehr ist bedeutender geworden und Defizite bei Sicherheit und Komfort der bestehenden Haltestellen, forderten Handlungsbedarf. Eine verkehrsplanerische Studie empfahl die Realisierung der neuen Haltestelle im Bereich des &#8218;Alten Sennhuses&#8216; (Sennerei), in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":38852,"template":"","tags":[],"publik":[975],"projekt-art":[957],"projekt-land":[938],"projekt-status":[943],"projekt-kategorie":[954],"projektphase":[],"class_list":["post-25946","projekt","type-projekt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","publik-projektbeschreibung","projekt-art-neubau","projekt-land-oesterreich","projekt-status-fertiggestellt","projekt-kategorie-infrastruktur","projektkategorie-krumbach","projektkategorie-sonstige"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt\/25946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projekt"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38852"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25946"},{"taxonomy":"publik","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/publik?post=25946"},{"taxonomy":"projekt-art","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-art?post=25946"},{"taxonomy":"projekt-land","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-land?post=25946"},{"taxonomy":"projekt-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-status?post=25946"},{"taxonomy":"projekt-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-kategorie?post=25946"},{"taxonomy":"projektphase","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projektphase?post=25946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}