{"id":26032,"date":"2016-05-11T12:53:00","date_gmt":"2016-05-11T10:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmar-schmidinger.at\/hk5\/projekt\/izm-illwerke-zentrum-montafon\/"},"modified":"2026-03-26T11:33:21","modified_gmt":"2026-03-26T10:33:21","slug":"izm-illwerke-zentrum-montafon","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/projekt\/izm-illwerke-zentrum-montafon\/","title":{"rendered":"IZM &#8211;  Illwerke Zentrum Montafon, Vandans"},"content":{"rendered":"<p>Das Illwerke Zentrum Montafon (IZM) in Rodund ist das neue Verwaltungsgeb\u00e4ude des Vorarlberger Stromerzeugers und ein Holzbau der Superlative: Er war bei seiner Fertigstellung mit \u00fcber 10.000 m\u00b2 Nutzfl\u00e4che das gr\u00f6\u00dfte B\u00fcrogeb\u00e4ude aus Holz in Mitteleuropa. Die Holzkonstruktion \u00fcber dem Betonsockel wurde in lediglich sechs Wochen zusammengef\u00fcgt und bildet die erste Anwendung des Lifecycle Tower (LCT) auf dem freien Markt, das mit einer Holz-Beton-Verbunddecke einen Holzbau auch jenseits der Hochhausgrenze erm\u00f6glicht. Der Entwurf ist auf die St\u00e4rken der modularen Bauweise und die Kapazit\u00e4ten der lokalen Handwerksbetriebe ausgerichtet, die M\u00f6glichkeiten des Hybridbaus sollten voll ausgesch\u00f6pft werden: Die St\u00e4rken des Holzbaus werden mit denjenigen des Massivbaus kombiniert.<\/p>\n<h4>\u00bbSchon lange arbeiten wir daran, unseren vor der T\u00fcr durch die Sonne produziertem Baustoff von den Vorurteilen zu befreien und zu seinem Recht als dem idealen Baustoff der Zukunft zu verhelfen. Wiederum ein Beispiel daf\u00fcr liefert das neue Illwerke Zentrum in Vandans, das auch ein Beweis daf\u00fcr sein wird, dass nachhaltiges Bauen und Architekturqualit\u00e4t kein Widerspruch per se ist.\u00ab<\/h4>\n<h5>Univ.-Prof. Arch. DI Hermann Kaufmann<\/h5>\n<p>Eine Besonderheit des Systems ist, dass das Holz nicht nur tr\u00e4gt, sondern auch sichtbar bleibt. Denn das Material verschwindet nicht wie sonst \u00fcblich hinter Gipsw\u00e4nden \u2013 es bildet einen Teil des Innenausbaus. Damit lassen sich Bauten im industriellen Ma\u00dfstab mit der gleichen Sorgfalt und Wohnlichkeit herstellen wie die kleinen Preziosen, f\u00fcr die das Vorarlberg sonst ber\u00fchmt ist.<br \/>\n~<\/p>\n<h3>St\u00e4dtebau, Standort, Infrastrukturanbindung<\/h3>\n<p>Die Form des IZM ist durch zwei Vorgaben definiert: die statische Struktur des Bausystems mit den vorgefertigten Rippendecken und der Absicht, f\u00fcr alle 270 Arbeitspl\u00e4tze vergleichbare Bedingungen zu schaffen. Damit war die Tiefe des Hauses begrenzt und in der Folge wuchs die L\u00e4nge des Geb\u00e4udes auf 120 Meter an. Zudem war durch die Bauweise auch die Form definiert, denn die vorgefertigten Platten spielen ihre Vorteile am besten in einem kubischen Volumen aus. Der klar geschnittene Holzbau lie\u00df sich daher nur auf dem Perimeter unterbringen, indem er \u00fcber den Rand des Ausgleichsbecken hinaus auf die Wasserfl\u00e4che geschoben wurde.<\/p>\n<p>In dieser Position weist das Geb\u00e4ude eine klare Trennung in zwei Seiten auf. Gegen Osten empf\u00e4ngt das Haus seine G\u00e4ste mit einer einladenden Geste: Das gro\u00dfz\u00fcgig bemessene Vordach markiert den Eingang und ein Park schafft gen\u00fcgend Raum, um das Haus in seinen vollen Ausma\u00dfen zu pr\u00e4sentieren. Die Fassade gliedert sich in Schichten aus Br\u00fcstungen, Fensterb\u00e4nder und Vord\u00e4cher. Die L\u00e4nge wird zum Leitmotiv des Hauses.<\/p>\n<h3>Nachhaltigkeit<\/h3>\n<p>Der Prim\u00e4renergieverbrauch liegt unter 30 kWh\/m\u00b2\/Jahr, der Passivhausstandard gew\u00e4hrleistet einen Heizw\u00e4rmebedarf von 14 kWh\/m\u00b2\/Jahr. Dieser wird vollst\u00e4ndig durch das Abw\u00e4rmesystem des Rodundwerkes gedeckt, \u00fcber ein W\u00e4rmepumpensystem auch der K\u00fchlbedarf.<\/p>\n<p>In der Betrachtung \u00fcber den Lebenszyklus hinweg bildet der Holzbau f\u00fcr eine umweltschonende Bauweise die Konstruktion der Wahl. Doch das Bauen mit Holz fordert von den Planern viel Wissen \u00fcber Material und Konstruktionen, von den Herstellern ein hohes Ma\u00df an handwerklichem K\u00f6nnen. Da dieses Wissen h\u00e4ufig nur regional verf\u00fcgbar ist, verhindern diese Faktoren, dass sich das Baumaterial weit verbreitet. Dieses Einschr\u00e4nkungen aufzuheben und dem Holzbau den Weg zu bereiten, ist erkl\u00e4rtes Ziel des LCT-Bausystems.Mit dem neuen Zentrum haben die Illwerke ein Bekenntnis f\u00fcr die Region abgelegt, denn sie bietet jungen Leuten eine Perspektive im Tal und tragen dazu bei, dass diese nicht in die St\u00e4dte abwandern. Um die Belegschaft von einem Neubau zu \u00fcberzeugen, war diese mit einer Delegation von Beginn an in die Planung involviert. Das B\u00fcrokonzept wurde im Rahmen von Interviews und Workshops optimiert.<\/p>\n<p>Der hohe baukulturelle Anspruch schlo\u00df auch f\u00fcnf Arbeiten f\u00fcr die Kunst am Bau f\u00fcr dieses Projekt mit ein. Dank dem Besucherzentrum im Erdgeschoss ist das neue Illwerke Zentrum auch zug\u00e4nglich f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Illwerke Zentrum Montafon (IZM) in Rodund ist das neue Verwaltungsgeb\u00e4ude des Vorarlberger Stromerzeugers und ein Holzbau der Superlative: Er war bei seiner Fertigstellung mit \u00fcber 10.000 m\u00b2 Nutzfl\u00e4che das gr\u00f6\u00dfte B\u00fcrogeb\u00e4ude aus Holz in Mitteleuropa. 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