{"id":26053,"date":"2016-05-11T12:54:17","date_gmt":"2016-05-11T10:54:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmar-schmidinger.at\/hk5\/projekt\/iwl-landsberg\/"},"modified":"2025-10-20T09:47:44","modified_gmt":"2025-10-20T07:47:44","slug":"iwl-landsberg","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/projekt\/iwl-landsberg\/","title":{"rendered":"Isar-W\u00fcrm-Lech GmbH, Landsberg am Lech"},"content":{"rendered":"<p><strong>Entwerfen mit Holz als weg zu mehr Unterscheidung und Differenzierung.<\/strong><\/p>\n<p>Die Tischlerei mit der dazugeh\u00f6renden Verwaltung sowie die neue Energieversorgung werden westlich an den Bestand neu errichtet. Es entsteht zwischen Neubau und Bestand eine neue Personenerschlie\u00dfungszone, und damit die M\u00f6glichkeit, die derzeitige Vermischung zwischen Warenfluss und Personenfluss zu vermeiden. Kernidee f\u00fcr die Endausbaustufe ist die Schaffung eines gro\u00dfz\u00fcgigen \u201eDorfplatzes\u201c mit verschiedensten Funktionen. Dieser verkehrsberuhigte besonnte Bereich dient als gro\u00dfz\u00fcgige Kommunikationszone. An der S\u00fcdgrenze des Grundst\u00fcckes westlich des zu erhaltenden Geb\u00e4udes soll ein ruhiger Park entstehen, der eine andere Aufenthaltsqualit\u00e4t bietet als der Dorfplatz. Somit entsteht innerhalb des Gesamtareals ein differenziertes Au\u00dfenraumangebot. Das neue IWL hebt sich deutlich durch seine Materialisierung von den \u00fcblichen Gewerbebauten ab. Wohl unterliegt die Gesamtkonzeption pragmatischen Kriterien wie Funktionalit\u00e4t und konstruktive Sinnhaftigkeit, das Hauptunterscheidungsmerkmal jedoch ist die konsequente Anwendung des nachwachsenden Baustoffes Holz. Einerseits setzt das IWL damit ein Zeichen hin zu ressourcenschonendem Bauen, andererseits bietet Holz bei richtiger Anwendung eine au\u00dferordentliche Qualit\u00e4t in Bezug auf Raumgestaltung und Atmosph\u00e4re. So wird eine weitgehend naturbelassene Holzanwendung vorgeschlagen, die auch den Verwitterungsprozess in Kauf nimmt. Die Fassaden sind so gestaltet, dass die sensiblen Fensterbereiche durch konstruktiven Wetterschutz gesch\u00fctzt sind. |<\/p>\n<h4>\u00bbBei der Planung und Umsetzung des neuen Werkst\u00e4ttengeb\u00e4udes f\u00fcr die IWL Landsberg wurde besonderes Augenmerk auf die Entwicklung ressourcenschonender Bauteile und Produkte gelegt. Das hei\u00dft, innovative Bauteile, Baustoffe, Konstruktionen sowie technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstungen unter den Kriterien der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. \u00ab<\/h4>\n<h5>Univ.-Prof. Arch. DI Hermann Kaufmann<\/h5>\n<p>Der gesamte Werkst\u00e4ttenbereich ist m\u00f6glichst flexibel gehalten, die notwendigen Kerne liegen an den peripheren Bereichen, um eine Weiterentwicklung oder ein internes Wachstum nicht zu behindern. Eine teilweise Aufstockung ist sowohl in der ersten als auch in der zweiten Baustufe vorgesehen, die Aufstockung in der ersten Baustufe beherbergt die betriebliche Verwaltung, in der zweiten Baustufe k\u00f6nnte diese ins Verwaltungshauptgeb\u00e4ude umgesiedelt werden und die R\u00e4umlichkeiten als Werkst\u00e4tten genutzt werden. Eine Anbindung an das neue Mensa- bzw. Verwaltungs- und Seminargeb\u00e4ude erfolgt im Zwischengeschoss \u00fcber eine Br\u00fccke. Damit sind die einzelnen Funktionseinheiten intern verbunden. Das P-Geb\u00e4ude wird als eigenst\u00e4ndiger Bauk\u00f6rper an die Ostseite des Dorfplatzes situiert, mit eigener Anlieferungszone. Das bestehende Werkst\u00e4tten- und Mensageb\u00e4ude wird umgenutzt als Bereich f\u00fcr arbeitsbegleitende Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>~<\/p>\n<p>|Das Werkst\u00e4ttengeb\u00e4ude wird als Mischbauweise vorgeschlagen. Auf einer massiven Bodenplatte (Teilunterkellerung) werden Betonst\u00fctzen gestellt, auf denen im Bereich der Aufstockung eine Betondecke aufgelegt wird. Im nicht aufgestockten Bereich wird eine Shedkonstruktion in Holz mit Nordbelichtung vorgeschlagen. Das zweite Geschoss soll g\u00e4nzlich in Holz errichtet werden. Entsprechend dieser Typologie ist auch das Mensa-Verwaltungsgeb\u00e4ude geplant, \u00fcber den Mensabereich wird eine Betondecke vorgesehen, die restlichen zwei Geschosse sind in Holzbauweise konzipiert.<\/p>\n<p>Naturbelassenes Holz soll sowohl im Au\u00dfen- als auch im Innenbereich das Hauptmaterial werden. Die farbliche Akzentuierung einzelner Bereiche soll sehr dezent erfolgen, vorgeschlagen wird die Einbindung eines in diesem Bereich erfahrenen k\u00fcnstlerischen Begleiters.<\/p>\n<p>Die vorgeschlagene Holzbauweise in Kombination mit ausgew\u00e4hlten Materialien bietet eine gute Grundlage zur Erreichung der Ziele des energieeffizienten Bauens. Dabei soll auch besonderes Augenmerk auf die Verwendung von gesundheitlich unbedenklichen Materialien gelegt werden. S\u00e4mtliche Materialentscheidungen sollen diesen Kriterien unterworfen werden. Die Verwendung von langlebigen Materialien sowie die Baustruktur, die Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glicht, garantieren niedrige Lebenszykluskosten. Ebenso sollen s\u00e4mtliche technischen Ausstattungen und Leitungen zug\u00e4nglich bleiben, um eine leichte Ver\u00e4nderung oder Wartung zu gew\u00e4hrleisten (Systemtrennung). Kompakte Bauk\u00f6rper in Zusammenhang mit optimierten Geb\u00e4udeh\u00fcllen erm\u00f6glichen ein vern\u00fcnftiges Energiekonzept, eine assivhausqualit\u00e4t wird angestrebt. |<\/p>\n<p>Die kompakte Bauweise des Geb\u00e4udes gew\u00e4hrleistet bei einer optimierten Geb\u00e4udeh\u00fclle sowie hoher Tageslichtnutzung einen minimierten Energieverbrauch. Zur W\u00e4rmeerzeugung werden die Holzreste der Schreinerei genutzt. F\u00fcr die Warmwasserbereitung wird die Abw\u00e4rme der Drucklufterzeugung genutzt. Hierdurch kann insbesondere im Sommer ein ineffizienter, da kurzzeitiger Betrieb der Biomassekessel verhindert werden. Die W\u00e4rme\u00fcbergabe in den Produktions- und Lagerbereichen erfolgt durch Deckenstrahlplatten, welche sich durch hohe Flexibilit\u00e4t bei der Einrichtung der Produktionsfl\u00e4che sowie geringe Staubaufwirbelung auszeichnen. Die Shedd\u00e4cher dienen zum einen der nat\u00fcrlichen Belichtung in der Geb\u00e4udetiefe, als L\u00fcftungsm\u00f6glichkeit sowie als Montagefl\u00e4che f\u00fcr die Photovoltaikmodule. Das neue Verwaltungsgeb\u00e4ude wird in der Kantine und in den Seminarr\u00e4umen mit einer L\u00fcftungsanlage mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung ausgestattet. Durch den Einsatz eines Erdw\u00e4rmetauschers wird die Zuluft zus\u00e4tzlich vorkonditioniert, so dass im Zusammenspiel mit dem Atrium als Pufferzone und der freien Nachtl\u00fcftung auf eine aktive K\u00fchlung des Geb\u00e4udes verzichtet werden kann. Erg\u00e4nzend kann bei hohen Komfortanspr\u00fcchen die Fu\u00dfbodenheizung durch einen Grundwasserw\u00e4rmetauscher auch zur stillen K\u00fchlung verwendet werden. ||<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwerfen mit Holz als weg zu mehr Unterscheidung und Differenzierung. 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