{"id":63922,"date":"2021-06-15T11:05:21","date_gmt":"2021-06-15T09:05:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/?post_type=projekt&#038;p=63922"},"modified":"2026-01-08T10:36:50","modified_gmt":"2026-01-08T09:36:50","slug":"rosenthalareal-b1b2-hohenems","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/projekt\/rosenthalareal-b1b2-hohenems\/","title":{"rendered":"Rathaus Quartier B1+B2, Hohenems"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inspiration trifft Bautradition<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die historische Alpenrheinstadt Hohenems ist gepr\u00e4gt von einer seltenen Kontinuit\u00e4t j\u00fcdischer, handwerklicher und aristokratischer Geschichte, die sich in einer bemerkenswerten kulturellen und architektonischen Schichtung manifestiert. In diesem Kontext markiert die Neuentwicklung des RathausQuartiers einen signifikanten stadtr\u00e4umlichen Impuls. An der n\u00f6rdlichen Siedlungskante zum denkmalgesch\u00fctzten Kern entstand ein ausgewogen gegliedertes Ensemble, das in seiner Setzung, K\u00f6rnung und Materialit\u00e4t auf den historischen Rahmen des angrenzenden J\u00fcdischen Viertels sowie die B\u00fcrger- und Handwerkerh\u00e4user der Marktstra\u00dfe reagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Entwurf f\u00fcr das RathausQuartier basiert auf einer feinkalibrierten st\u00e4dtebaulichen Komposition. Sechs Bauk\u00f6rper werden durch ein dichtes Netz \u00f6ffentlicher Freir\u00e4ume, Durchwegungen und Gr\u00fcnstrukturen miteinander verbunden. Ein zentrales Anliegen ist die Entwicklung eines autofreien Viertels mit hochwertigen Freifl\u00e4chen, wof\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgig gestaltete Tiefgarage mit zwei Untergeschossen die Grundlage bildet. Der Stadtraum integriert unterschiedliche Nutzungsebenen in einem klar strukturierten, funktional durchdachten Gef\u00fcge. Neben b\u00fcrgerorientierten Dienstleistungen im neu errichteten Rathaus sowie Gastronomie und Gesch\u00e4ften entsteht qualit\u00e4tsvoller Wohn- und Arbeitsraum.~<\/p>\n\n\n\n<p>Das zentrale, identit\u00e4tsstiftende Herzst\u00fcck bildet die denkmalgesch\u00fctzte Villa Iwan und Franziska Rosenthal. Nach ihrer sorgf\u00e4ltigen Revitalisierung \u00fcbernimmt sie als Literaturhaus Vorarlberg eine kulturelle Ankerfunktion im Quartier, die historische Kegelbahn wurde zum charmanten Caf\u00e9 umgestaltet. Der \u00fcber 135 Jahre privat genutzte, von einer Mauer umfasste Garten wird nun erstmals f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich und als Stadtoase interpretiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die urbane Setzung der Neubauten ging aus einem kooperativen Planungsverfahren hervor. Der lokale Projekt- und Quartierentwickler Markus Schadenbauer initiierte dieses mit STC Development auf der Basis eines langj\u00e4hrigen Entwicklungsprozesses. HK Architekten wurden dabei mit dem Entwurf und der Umsetzung der hofseitig orientierten Wohngeb\u00e4ude B1 und B2 betraut. Diese f\u00fcgen sich selbstbewusst in die park\u00e4hnliche Freiraumstruktur und bieten insgesamt 35 Mietwohnungen als gro\u00dfz\u00fcgig geschnittene Garten- und Maisonette-Einheiten mit privaten Au\u00dfenr\u00e4umen und Blickachsen ins Gr\u00fcne. W\u00e4hrend massive Volumen die Stra\u00dfenfront pr\u00e4gen, schaffen die Wohnh\u00e4user einen weichen \u00dcbergang zum historischen Ortskern und wirken durch ihren Ma\u00dfstab und ihre Proportionen als vermittelnde Strukturen. Beide Bauk\u00f6rper sind in Mischbauweise realisiert und erf\u00fcllen materialgerechte Anforderungen bei hohen energetischen Standards. Sie artikulieren sich mit fein strukturierten Holzfassaden im Sinne der zeitgen\u00f6ssischen Interpretation einer regionalen Bautradition im Ortsbild von Hohenems: Als charakteristische, stadtr\u00e4umliche Schichtung stehen in der ersten Reihe steinerne H\u00e4user, in der zweiten hingegen Bauten aus Holz.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Gestaltungsprinzipien werden auch in den Grundrissen widergespiegelt, wobei sich vor allem in den oberen Etagen subtil miteinander verwobene Maisonetten entfalten. Die reihenhaus\u00e4hnliche Typologie mit direkten Zug\u00e4ngen f\u00f6rdert eine differenzierte Adressbildung und st\u00e4rkt die wohnungsnahe Erschlie\u00dfung innerhalb des Quartiers. Alle Einheiten sind zweiseitig orientiert und um ein kompaktes Treppenhaus organisiert. Mit lediglich neun Quadratmetern allgemeiner Erschlie\u00dfungsfl\u00e4che pro Bauk\u00f6rper entsteht funktionaler und \u00f6konomischer Spielraum, der das vertikale Wohnen leistbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Partnerarchitekten entwickelten in enger Zusammenarbeit ein \u00fcbergreifendes Farbkonzept, das die Holzverschalungen in Schwarz und Rot durch kr\u00e4ftig kontrastierende Fassadenelemente wirkungsvoll akzentuiert. Die fein gearbeiteten Vertikalstrukturen der profilierten Leisten wurden mit matter Mineralfarbe gestrichen, wodurch eine subtile Klammer zwischen der Haptik des Holzes und der Textur von Putz und Mauerwerk geschaffen wurde. Auf diese Weise gewinnen die Oberfl\u00e4chen des Areals an Lebendigkeit und Materialtiefe.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in energetischer Hinsicht wird ein nachhaltiger Ansatz gew\u00e4hlt. Die Versorgung des Baukomplexes erfolgt \u00fcber ein umweltschonendes Geothermie-System als integraler Bestandteil des klimagerechten Gesamtkonzepts. So versteht sich das RathausQuartier nicht nur als neues st\u00e4dtisches Zentrum, sondern als integrativer Baustein in einer langfristigen Strategie zur Reaktivierung und Weiterentwicklung der historisch gewachsenen Struktur von Hohenems, als Modell f\u00fcr eine kontextuelle, kulturraumbezogene Stadtplanung im Alpenraum.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inspiration trifft Bautradition Die historische Alpenrheinstadt Hohenems ist gepr\u00e4gt von einer seltenen Kontinuit\u00e4t j\u00fcdischer, handwerklicher und aristokratischer Geschichte, die sich in einer bemerkenswerten kulturellen und architektonischen Schichtung manifestiert. In diesem Kontext markiert die Neuentwicklung des RathausQuartiers einen signifikanten stadtr\u00e4umlichen Impuls. 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