{"id":67389,"date":"2022-02-22T10:48:10","date_gmt":"2022-02-22T09:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/?post_type=projekt&#038;p=67389"},"modified":"2026-02-12T15:42:00","modified_gmt":"2026-02-12T14:42:00","slug":"propstei-st-gerold-haupthaus-sanierung-st-gerold","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/de\/projekt\/propstei-st-gerold-haupthaus-sanierung-st-gerold\/","title":{"rendered":"Propstei St. Gerold &#8211; Haupthaus Sanierung, St. Gerold"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erbe im Wandel: neues Leben in alten Mauern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit mehr als 1.000 Jahren wird an diesem Ensemble gewirkt und gewerkt. Der Heilige Gerold gr\u00fcndete 960 eine Benediktinerpropstei an der historischen Faschina-Passroute, die w\u00e4hrend der folgenden Epochen mit Bauten im Stil der Gotik und Renaissance, des Barock sowie des Klassizismus zu einer vielschichtig verwobenen Anlage erg\u00e4nzt wurde. 1958 folgte die Umwidmung vom Kloster zu einem Ort der Begegnung und Bildung, der durch behutsame Renovierungs- und Ausbauma\u00dfnahmen stets weiterentwickelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sanierung des streng denkmalgesch\u00fctzten Hauptgeb\u00e4udes war notwendig, um eine drohende Schlie\u00dfung abzuwenden. Sowohl die Elektrotechnik als auch der Brandschutz entsprachen nicht mehr den erforderlichen Genehmigungsstandards. Zudem fehlte die f\u00fcr den Betrieb als G\u00e4stehaus unerl\u00e4ssliche Barrierefreiheit sowie die Infrastruktur eines zeitgem\u00e4\u00dfen Seminarhauses.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Raum f\u00fcr einen lichten Empfangs- und Erschlie\u00dfungsbereich zu schaffen, wurde die Grundrissfigur des kompakten Geb\u00e4udekomplexes in der s\u00fcdwestlichen Ecke durch einen schlanken Ersatzbau geschlossen. Der Bauk\u00f6rper f\u00fcgt sich in| Dachstruktur, Fassadengestaltung und Fensterrhythmus nahtlos in den Bestand, die gro\u00dfz\u00fcgigen \u00d6ffnungen und sprossenlosen Gl\u00e4ser zeigen jedoch das aktuelle Baujahr.~<\/p>\n\n\n\n<p>Von hier entwickeln sich die Wege vertikal durch eine Liftanlage und die geschwungene Sicherheitstreppe mit einem Gel\u00e4nder aus unbehandeltem Schwarzstahl, horizontal hingegen als barrierefreier Gang, der den neu interpretierten Paradiesgarten als Herzst\u00fcck der Anlage umschlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses dreigeschossige Volumen wirkt optisch als Au\u00dfenbereich, zum Himmel wie zur Erde offen. Doch die angenehme Temperatur und weiche Akustik betonen, dass der Raum von einem leichten Glasdach und fu\u00dfwarmen Stampflehmboden gefasst ist. Die Fassaden der begrenzenden Geb\u00e4udefl\u00fcgel wurden behutsam restauriert, die urspr\u00fcnglichen Fensterordnungen wiederhergestellt und das seltene romanische Mauerwerk des Kirchenschiffes freigelegt. Die verwitterte Christusfigur von 1770 scheint nun aus den rauen Bruchsteinen herauszutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>In Materialabstimmung mit den gekalkten W\u00e4nden flie\u00dft der ockerfarbene Lehmboden im gesamten Erdgeschoss barrierefrei \u00fcber die unterschiedlichen Niveaus der historischen| Epochen und l\u00f6st zudem das Problem der Feuchtigkeit, da eine Drainage gegen das Hangwasser aus Gr\u00fcnden des Denkmalschutzes nicht m\u00f6glich war. In den beiden dar\u00fcber liegenden Wohnetagen verleiht helles, s\u00e4geraues Eschenholz den barocken G\u00e4ngen heitere W\u00e4rme und wohligen Duft. Die Zimmert\u00fcren wurden behutsam vor die historischen Mauern gesetzt, um den wertvollen Bestand zu schonen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Obergeschoss hat eine sorgf\u00e4ltige Renovierung die Klosterbibliothek mit ihren wertvollen Schriften bewahrt, im dar\u00fcber liegenden Stockwerk konnte das Renaissancet\u00e4fer der Pr\u00e4latur mit \u00fcberlieferter Handwerkskunst und modernster Lasertechnik behutsam restauriert und erg\u00e4nzt werden. Das mit Fresken von Ferdinand Gehr ausgestaltete Capitulum, als repr\u00e4sentativer Versammlungsort des Klosters, entwickelte sich zum technisch bestens ausgestatteten Seminarraum. Sein historisches Geb\u00e4lk wurde freigelegt und aufwendig saniert, auch wenn nun das neue Dach tr\u00e4gt.|<\/p>\n\n\n\n<p>Die zentralen Themen des komplexen Bauprojektes bilden die weitgehende R\u00fcckbaubarkeit der Eingriffe, die behutsame Erhaltung und Wiederverwertung von Materialien sowie die Umsetzung \u00f6kologischer Kriterien, ganz im Sinne des Biosph\u00e4renparks Gro\u00dfes Walsertal, in den die Propstei eingebettet liegt.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erbe im Wandel: neues Leben in alten Mauern Seit mehr als 1.000 Jahren wird an diesem Ensemble gewirkt und gewerkt. 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