Geroldsegg, Schwarzenberg
Geroldsegg, Schwarzenberg

Projektinfos

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  • Projektleitung
    DI Ralph Broger
  • Kostenplanung
    Bmst. Ing Norbert Kaufmann
  • Bauleitung
    Harald Seidler
  • Bauherr
    Doris und Gerhard Schwarz

    Standort
    Schwarzenberg (AT)

    Fertigstellung
    2003

    Projektdaten
    NGF 331 m², BGF 507 m²,
    BRI 1.620 m³
    Energie 56 kWh/m²a

    Rechte
    Text Otto Kapfinger "Hermann Kaufmann WOOD WORKS",
    Foto Bruno Klomfar

    Fachplaner
    • Tragwerksplanung Holzbau
      merz kaufmann partner GmbH, Dornbirn
    • Tragwerksplanung Massivbau
      Mader + Flatz Baustatik ZT GmbH, Bregenz
    • HLS Planung
      Siegfried Steurer, Schwarzenberg
    • Elektroplanung
      Elektrotechnik Schneider, Schwarzenberg


    Geroldsegg, Schwarzenberg

    Traditioneller Haustypus – modern interpretiert.

    Schwarzenberg gilt als das am besten erhaltene Haufendorf im Bregenzerwald, es hat stattliche Gasthöfe und Bauernhöfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert und als Veranstaltungsort der jährlichen Schubertiade kulturell und kulinarisch einiges zu bieten.

    »Die Handwerker im Bregenzerwald hatten das Glück, dass ihnen die Architekten vorlebten, welche Entwicklung eine gemeinsame Reflexion über Qualität, Entwurf und Materialien in Gang bringen kann.«

    Bauwelt 2006

    In diesem Umfeld etabliert ein aus dem Nachbarland heimkehrender Publizist den Alterssitz seiner Familie, ein Haus mit zwei separaten Wohnungen und zusätzlichen Wohn-und Gästeräumen im Gebäudesockel. In Typologie und Material die lokale Tradition aufgreifend, transformiert der quer zum Hang gesetzte Bau den Typus für heutige Raumansprüche und Wohnweisen.

    Besonders ist hier die Neudeutung des „Schopfes“ – der längsseits dem Wohnbereich der Bauernhöfe angefügten Laube, die mit Läden verschließbar ist und als Eingangs-, Arbeits- und Aufenthaltsort in sonniger Lage dient. Im Haus Schwarz liegen zwei solche Lauben südseitig übereinander. Sie bilden Pufferräume, Empfangsbereiche, sind mit Glastüren vom Stiegenbereich abteilbar und rundum aus gehobelter Weißtanne. Die Fenstertypologie der Wälderhäuser ist als modernes Bandfenster weiter gedacht, ganz um die Ecke gezogen und funktional wie formal in die Gegenwart geholt: Es ist in beiden Etagen der beliebteste Sitzplatz.


    Publik

      Publikationen
    • Traditionell modern
      ZN B-030, Johannes Kottje, Die neue Schlichtheit anspruchsvoller Wohnhäuser, S.88-93
    • Haus Schwarz in Schwarzenberg
      ZN Z-124, Bauwelt 22/06, S. 12 - 15