{"id":25802,"date":"2016-05-11T12:41:55","date_gmt":"2016-05-11T10:41:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmar-schmidinger.at\/hk5\/projekt\/gemeindezentrum-ludesch\/"},"modified":"2025-10-20T11:38:13","modified_gmt":"2025-10-20T09:38:13","slug":"gemeindezentrum-ludesch","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/projekt\/gemeindezentrum-ludesch\/","title":{"rendered":"Gemeindezentrum Ludesch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Modellfall nachhaltigen Planens und Bauens im Hinblick auf interdisziplin\u00e4re Projektentwicklung, energetische, baubiologische und \u00f6kologische Standards.<\/strong><\/p>\n<p>Das 2005 er\u00f6ffnete Gemeindezentrum ist ein Pionierwerk in Europa und erhielt nationale sowie&nbsp;&nbsp; internationale Auszeichnungen. Ludesch ist eine Gemeinde in Vorarlberg mit kaum 3000 Einwohnern. Der Umweltgedanke hat hier Tradition: 1994 beschloss die Ortsverwaltung den Beitritt zum Internationalen Klimab\u00fcndnis; 1995 wurde eine Bilanz \u00fcber den Zustand und den Energieverbrauch der \u00f6rtlichen Bausubstanz erstellt; auf dieser Grundlage gibt es seit 1997 ein lokales F\u00f6rdermodell f\u00fcr Energiesparma\u00dfnahmen; 1998 wurde Ludesch Mitglied im \u201ee5-Programm\u201c des Landes Vorarlberg, einer Initiative zur Qualifizierung und Auszeichnung von energieeffizienten Gemeinden.<\/p>\n<h4>\u00bbEinen betr\u00e4chtlichen Anteil am Erfolg dieses Projektes kann dem Bauherrn zugeschrieben werden. So wie Pflanzen nur auf gutem Boden gedeihen k\u00f6nnen, sind Offenheit und Verst\u00e4ndnis die Grundvoraussetzungen seitens des Auftraggebers, damit neue Ideen und Standards verwirklicht werden.\u00ab<\/h4>\n<h5>Univ.-Prof. Arch. DI Hermann Kaufmann<\/h5>\n<p>Der Bedarf nach einem neuen Gemeinde- und Kommunikationszentrum war schon 1995 formuliert worden. 1998 kam es zur Bildung einer Arbeitsgruppe, 2000 wurde das B\u00fcro Hermann Kaufmann in den B\u00fcrgerbeteiligungsprozess eingebunden und anschlie\u00dfend mit der Planung beauftragt. Ziel war die Schaffung eines Ortszentrums mit \u00f6ffentlichen Nutzungen als \u00f6kologisches Musterprojekt \u2013 im Rahmen eines vertretbaren finanziellen Aufwandes und mit enger Beteiligung der B\u00fcrger am Entstehungsprozess. |<\/p>\n<p>~<\/p>\n<p>Auf Ansuchen der Gemeinde wurde das Projekt in die Programmlinie \u201eHaus der Zukunft\u201c aufgenommen, die seit 1999 innerhalb der Aktion \u201eNachhaltig Wirtschaften\u201c des \u00d6sterreichischen Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Innovationen und Technologie als Forschungs- und F\u00f6rderschiene etabliert ist. Damit sollen, aufbauend auf dem Passivhaus-Konzept, die Energieeffizienz, die Anwendung erneuerbarer Energietr\u00e4ger sowie nachwachsender und \u00f6kologischer Rohstoffe propagiert werden, aber auch die st\u00e4rkere Einbindung von Nutzungsaspekten und echte Preisvergleiche zu konventionellen Bauweisen erreicht werden. Das Programm erfordert den exakten Nachweis dieser Aspekte und deren Dokumentation, um diese Standards in der Fachwelt und breiteren \u00d6ffentlichkeit weiter kommunizieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wegen der Kleinteiligkeit und Heterogenit\u00e4t des in letzter Zeit sehr gewachsenen Stra\u00dfendorfes war eine Neuinterpretation der ortsr\u00e4umlichen Situation erforderlich. Die diffuse Agglomeration des Ortes hatte nirgends einen verdichteten alten Kern oder einen traditionellen Dorfplatz. Kirche, Schule und das alte Gemeindeamt standen nur in loser Beziehung. Am selben Platz wie der nicht mehr adaptierbare Altbau bildet der zweigeschossige Neubau nun eine starke bauliche Klammer, eine nach Nordwesten ge\u00f6ffnete Hofform als Fassung, als Zielpunkt der darauf zulaufenden Dorfstra\u00dfe. Die r\u00e4umliche Geste des neu definierten \u00f6ffentlichen Bereiches wird in ihrer Attraktivit\u00e4t durch die gl\u00e4serne \u00dcberdachung unterst\u00fctzt und integriert ein ganzes Spektrum von Funktionen \u2013 von Caf\u00e9, Bankschalter, B\u00fccherei und den Amtsr\u00e4umen bis zu Seminar- und Veranstaltungss\u00e4len. |<\/p>\n<p>Der Planungs- und Bauprozess wurde interdisziplin\u00e4r gesteuert. Das Team bildeten Vertreter der Gemeinde, des Umweltverbandes Vorarlberg, des \u00d6sterreichischen Institutes f\u00fcr Baubiologie und -\u00f6kologie (IBO), das B\u00fcro Hermann Kaufmann sowie ein Konsulent f\u00fcr die Qualit\u00e4tssicherung an der Baustelle. Monatlich wurde in dieser Runde ein Jour fixe abgehalten, ein kontinuierliches Feedback zwischen Bauherrschaft, Planern und Ausf\u00fchrenden gepflegt. Basis f\u00fcr die \u00f6kologischen Aspekte bildete der IBO-Passivhaus-Bauteilkatalog, der sowohl \u00f6kologische als auch biologische Richtwerte und Kenngr\u00f6\u00dfen auflistet. Die darin dokumentierten Konstruktionsarten wurden bauphysikalisch bewertet und entlang des gesamten \u201eLebenszyklus\u201c analysiert, vom Rohstoff, der Verarbeitung und der Instandhaltung bis zum R\u00fcckbau und zur Entsorgung. Erg\u00e4nzend wurde der \u00d6koleitfaden-Bau (\u00d6LB 2000) benutzt, herausgegeben vom Umweltverband Vorarlberg. Hier sind \u00fcbliche Baustoffe und Konstruktionen mit \u00f6kologisch positiv eingestuften verglichen.<\/p>\n<p>Alle Gewerke wurden doppelt ausgeschrieben \u2013 in hochwertiger herk\u00f6mmlicher wie in \u00f6kologisch optimaler Ausf\u00fchrung. In Summe war die Letztere nur um 1,9 % teurer.<\/p>\n<p>Die drei Bauk\u00f6rper des Gemeindezentrums umschlie\u00dfen den Vorplatz. Ihre Zwischenr\u00e4ume bilden schmale Gassen, die den Zugang zum Platz unterschiedlich inszenieren. Jeder Trakt hat eigene Funktionen: Ebenerdig gibt es die Poststelle, einen Laden, das gro\u00dfe Foyer, die B\u00fccherei, das Caf\u00e9, den Saal f\u00fcr 100 Personen, eine Physiotherapiepraxis und eine Kinderkrippe; im Obergeschoss liegen Amts- und B\u00fcror\u00e4ume, Seminarr\u00e4ume, Archiv, EDV-Zentrum und Sanit\u00e4rbereiche; das Untergeschoss mit Nebenr\u00e4umen, Probe- und Vereinslokalen verbindet die Trakte miteinander. Zum Witterungsschutz der naturbelassenen Holzfassaden und der durchwegs gro\u00dfformatigen T\u00fcr- und Fensterkonstruktionen sind Vord\u00e4cher in beiden Deckenebenen angef\u00fcgt. Unter diesen weit aus kragenden, mit Bitumen abgedeckten Platten sind zur Beschattung der Fensterfl\u00e4chen mobile Screens mit Seilf\u00fchrungen angebracht. Das leicht geneigte Gel\u00e4nde erlaubte im Untergeschoss an der S\u00fcdostseite Oberlichte und damit auch Tageslicht f\u00fcr die dort situierten Vereinsr\u00e4ume. Die durchg\u00e4ngige Anwendung der Wei\u00dftanne, von W\u00e4nden bis zum Mobiliar, schafft trotz der Heterogenit\u00e4t der Funktionen eine homogene, optisch, akustisch und taktil angenehme Raumstimmung. |<\/p>\n<p>Auf die Kelleretage aus Stahlbeton wurde eine zweigeschossige Holzkonstruktion aufgesetzt: Wand- und Deckenelemente wurden als Hohlkastenelemente vorgefertigt, die Au\u00dfenfassaden und die inneren Wand- und Deckenverkleidungen wurden \u2013 so wie die leichten Holzst\u00e4nderw\u00e4nde \u2013 in Wei\u00dftanne ausgef\u00fchrt, je nach Anwendung s\u00e4gerau, geb\u00fcrstet oder gehobelt; im Kontrast dazu stehen die dunklen B\u00f6den aus ge\u00f6lter Eiche. Das Konstruktions- und Fassadenholz konnte \u00fcber die \u00f6rtliche Agrargemeinschaft bezogen werden, im Innenausbau kam auch Holz aus dem Schwarzwald (80 %) und den Vogesen (20%) zum Einsatz. Bei den Au\u00dfenw\u00e4nden bildet Zellulose im Bereich der Tragelemente und Schafwolle in der Installationsschicht die D\u00e4mmung. Schafwolle als Dichtung ersetzte auch bei den Fenstern den \u00fcblichen PU-Schaum Das bedeutete insgesamt nur 800 Euro Mehrkosten und lie\u00df auch bei einem Handwerker, bei dem solche Arbeiten normalerweise zu Hautausschl\u00e4gen f\u00fchren, erstmals eine allergische Reaktion ausbleiben. Zur statischen Aussteifung sind einige Wandpartien massiv ausgef\u00fchrt, auch schlanke Stahlst\u00fctzen sind dort ins Tragwerk gemischt, wo es im Innenraum und an den Fensterbr\u00fcstungen gestalterisch und r\u00e4umlich Vorteile bringt. Statt OSB-Platten wurde Wei\u00dftanne zur Diagonalschalung benutzt, was bei diesem Bauteil mit 30 % \u00f6kologischer Entlastung zu Buche schl\u00e4gt. Die Baumaterialien wurden nach folgenden Maximen ausgew\u00e4hlt: regionale Wertsch\u00f6pfung, Nutzung von heimischem<\/p>\n<p>Holz; konstruktiver Holzschutz, keine Holzanstriche; D\u00e4mmung aus nachwachsenden Rohstoffen; konsequenter Verzicht auf PVC, auf L\u00f6sungsmittel, auf Werkstoffe, die Formaldehyde und halogenierten Fluorkohlenwasserstoff enthalten. Die Holzkonstruktionen wurden von zwei lokalen Firmen in der Halle vorgefertigt und dann an Ort und Stelle zusammengesetzt. Zur Montage wurden Betonanker, Schrauben und Klebeb\u00e4nder verwendet, um Leimverbindungen zu vermeiden. Viel Sorgfalt wurde auf die Herstellung der Dichtheit der Konstruktion verwendet sowie auf die Vermeidung von Stoffen, die bei der Verarbeitung und dann in ihrer Auswirkung auf das Raumklima&nbsp;&nbsp; gesundheitssch\u00e4dlich sein k\u00f6nnen. Eine Folge dieser Bem\u00fchungen war die Entwicklung PVC-freier Fugenb\u00e4nder, die der Hersteller seither in seinem Standardsortiment anbietet. Die gesamte Materialwahl und -verarbeitung unterlag kontinuierlichen Kontrollen. Ein Datenblatt f\u00fcr jedes der 214 verwendeten Produkte gibt umfassend Auskunft \u00fcber deren Zusammensetzung und \u00f6kologische Qualit\u00e4t. |<\/p>\n<p>\u00dcber die rein rechnerische thermische Optimierung hinaus steckte man sich in Ludesch das Ziel, auch die zur Bauherstellung n\u00f6tige Prim\u00e4renergie (\u201everbaute Energie\u201c) gegen\u00fcber den Werten bei \u201enormalen\u201c Passivh\u00e4usern zu halbieren. Weiters wollte man auch die \u00f6kologischen Kennwerte der Bauh\u00fclle im Vergleich zu konventionellen Architekturen auf die H\u00e4lfte senken. Dies betrifft einerseits das Treibhauspotenzial von Baustoffen (Global Warming Potential: GWP), mit dem in Relation zur Leitsubstanz Kohlendioxid der Beitrag eines Stoffes zum Treibhauseffekt ausgewiesen wird. Ein anderer Kennwert definiert das S\u00e4urebildungspotenzial (Acidification Potential: AP) von Substanzen und Werkstoffen in Relation zu Schwefeldioxid: Aus der Wechselwirkung von S02 mit Bestandteilen der Luft entsteht ja Schwefels\u00e4ure, die sich sofort in Wasser l\u00f6st und als \u201esaurer Regen\u201c niedergeht, was zur Vers\u00e4uerung von Gew\u00e4ssern und zur \u00dcbers\u00e4uerung des Bodens mit den inzwischen bekannten negativen Folgen f\u00fcr Flora und Fauna f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Weitere \u00d6ko-Indikatoren beschreiben die Anteile an nicht erneuerbarer Prim\u00e4renergie in Baustoffen, die Anteile fl\u00fcchtiger Kohlenstoffe oder den Formaldehydgehalt bei der Herstellung der thermischen Geb\u00e4udeh\u00fclle. Die Definition und Berechnung dieser Kennwerte erfolgte nach dem vom \u201e\u00d6sterreichischen Institut f\u00fcr Baubiologie und -\u00f6kologie\u201c (IBO) seit zehn Jahren entwickelten internationalen Standards und Methoden. Die dargestellten Diagramme bezeichnen die in Ludesch in diesen Kategorien erreichten Werte im Vergleich zu Standard-Neubauten und zu \u201enormalen\u201c Passivh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rtes Ziel war die Erreichung des Passivhausstandards, dessen Heizbedarf unter 15&nbsp; Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr liegt. Der berechnete Heizw\u00e4rmebedarf von 14 kWh\/m<sup>2<\/sup>a Nutzfl\u00e4che ist extrem niedrig und wurde durch folgende Ma\u00dfnahmen erreicht: hervorragende W\u00e4rmed\u00e4mmung, Drei-Scheiben-W\u00e4rmeschutzverglasung, hohe Dichtigkeit der Geb\u00e4udeh\u00fclle und eine ausgekl\u00fcgelte Anlage f\u00fcr kontrollierte Be- und Entl\u00fcftung mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung. Diese ist mit einer Grundwasserpumpe verbunden und versorgt die R\u00e4ume \u2013 abgestimmt auf die Nutzungen \u2013 mit entsprechend temperierter Frischluft. Die konstante Temperatur des Grundwassers wird im Winter zur W\u00e4rmegewinnung, im Sommer zur K\u00fchlung genutzt. Auch die Luftfeuchtigkeit im Geb\u00e4ude wird st\u00e4ndig gemessen und nachjustiert. Warmwasser liefert eine 30 m<sup>2<\/sup> gro\u00dfe thermische Solaranlage auf dem Dach. Wird mehr Heizenergie ben\u00f6tigt, wird sie vom Biomasse-Fernheizwerk der Gemeinde eingespeist. Grob gerechnet entspricht das Volumen des Gemeindezentrums 22 durchschnittlichen Einfamilienh\u00e4usern, es braucht zur Klimatisierung aber nur den Energieaufwand von zwei konventionellen Einfamilienh\u00e4usern. |<\/p>\n<p>Da das Gemeindezentrum, im Gegensatz etwa zu Wohnanlagen, sehr unterschiedliche Nutzungen unter einem Dach aufweist, wurden vier Zonen mit \u00e4hnlichen Nutzungsarten ermittelt, denen jeweils ein eigenes L\u00fcftungsger\u00e4t zugeordnet ist, was den Wirkungsgrad wesentlich erh\u00f6ht. Die Temperatur der Zuluft betr\u00e4gt im Heizfall maximal 22\u00b0 C. Die Befeuchtungsanlage ist in die L\u00fcftung integriert. S\u00e4mtliche Energiestr\u00e4nge im Haustechniksystem sind mit Z\u00e4hlwerken ausgestattet \u2013 als Grundlage einer computergesteuerten Energiebuchhaltung. Die Diagramme zeigen die Struktur der Haustechnik, den Gesamtenergiebedarf sowie dessen funktionale Differenzierung \u2013 im Vergleich zu Standard-B\u00fcrogeb\u00e4uden.<\/p>\n<p>Vom Beginn der Planung an bestand in der Gemeinde der Wunsch, den neuen Dorfplatz zu \u00fcberdachen, um ihn m\u00f6glichst vielf\u00e4ltig nutzen zu k\u00f6nnen. Nach mehreren Vorstudien gelang es schlie\u00dflich auch hier, eine innovative, umweltfreundliche und polyvalente L\u00f6sung zu finden.<\/p>\n<p>Neben der gestalterischen Wirkung und ihrer Wetterschutzfunktion \u2013 f\u00fcr den Platzraum, aber auch f\u00fcr die Holzfassaden und Fenster \u2013 kann die 350 m<sup>2 <\/sup>gro\u00dfe Fl\u00e4che aus transluzenten Fotovoltaik-Elementen j\u00e4hrlich 16.000 kWh an elektrischer Energie erzeugen. Diese wird in das Netz der Vorarlberger Kraftwerke eingespeist und deckt den Strombedarf von f\u00fcnf Haushalten.<\/p>\n<p>Das in Stahlkonstruktion ausgef\u00fchrte Dach enth\u00e4lt 120 Fotovoltaik-Hochleistungsmodule in je 2,5 m<sup>2 <\/sup>gro\u00dfen Glastafeln, die in zw\u00f6lf Bahnen \u2013 vergleichbar dem S\u00e4gezahnprofil eines Sheddachs \u2013 nach S\u00fcdwesten ausgerichtet sind. Jedes der fast 100 kg schweren, f\u00fcr die \u00f6rtlichen Schneelasten und f\u00fcr optimale Transparenz konzipierten Glasmodule enth\u00e4lt drei unterschiedliche Typen der Fotovoltaik. Die vier unteren Zellreihen sind elektrisch ineffizient, da sie auch im Sommer von den davor montierten Modulen weitgehend beschattet werden. Die zweite Teilfl\u00e4che mit ebenfalls vier Zellreihen wird nur im Winter beschattet und leistet in der restlichen Zeit wertvolle Ertr\u00e4ge f\u00fcr die Gesamtleistung der Anlage. Die effizienteste Teilfl\u00e4che liegt im oberen Bereich der Glasschr\u00e4gen und besteht jeweils aus sieben Zellreihen. Um den Wirkungsgrad der Anlage zu maximieren, sind die verschiedenen Modultypen miteinander verbunden und zusammengeschaltet\u2013 also alle oberen Felder jedes Moduls und alle mittleren Felder. F\u00fcr die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Transparenz der Schr\u00e4gverglasungen wurden die Fotovoltaik-Zellen mit 5 mal 5 mm gro\u00dfen \u00d6ffnungen im Raster perforiert. So wird der Vorplatz perfekt und sehr gleichm\u00e4\u00dfig beschattet, ohne ihn zu verdunkeln. Diese speziell f\u00fcr Ludesch entwickelten Elemente repr\u00e4sentieren den letzten Stand der Technik und werden \u00fcber die kommenden 20 Jahre rund 320.000 kWh an elektrischer Energie produzieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgangspunkt f\u00fcr die Konzeption des Gemeindezentrums Ludesch war es, den Bewohnern einen lebendigen und zentralen Ort der Kommunikation zur Verf\u00fcgung zu stellen. Da in Ludesch Kirche, Schule und Gemeindeamt in loser Beziehung zueinander situiert sind, fehlt ein historisch gewachsener Dorfplatz. Diese L\u00fccke f\u00fcllt das neue Gemeindezentrum, das die ortsr\u00e4umliche Situation neu interpretiert und den Abschluss der darauf zulaufenden Dorfstra\u00dfe bildet.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":89426,"template":"","tags":[310],"publik":[975],"projekt-art":[959,957],"projekt-land":[938],"projekt-status":[943],"projekt-kategorie":[1058],"projektphase":[],"class_list":["post-25802","projekt","type-projekt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tag-verwaltungsgebaeude","publik-projektbeschreibung","projekt-art-forschung","projekt-art-neubau","projekt-land-oesterreich","projekt-status-fertiggestellt","projekt-kategorie-verwaltung-2","projektkategorie-auswahl","projektkategorie-forschung","projektkategorie-oeffentlich","projektkategorie-passivhaeuser"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt\/25802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projekt"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89426"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25802"},{"taxonomy":"publik","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/publik?post=25802"},{"taxonomy":"projekt-art","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-art?post=25802"},{"taxonomy":"projekt-land","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-land?post=25802"},{"taxonomy":"projekt-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-status?post=25802"},{"taxonomy":"projekt-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-kategorie?post=25802"},{"taxonomy":"projektphase","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hkarchitekten.at\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projektphase?post=25802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}