{"id":26097,"date":"2016-05-11T12:56:29","date_gmt":"2016-05-11T10:56:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmar-schmidinger.at\/hk5\/projekt\/doppelmayr-buerohaus\/"},"modified":"2025-07-28T17:11:54","modified_gmt":"2025-07-28T15:11:54","slug":"doppelmayr-buerohaus","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/projekt\/doppelmayr-buerohaus\/","title":{"rendered":"Doppelmayr, Wolfurt"},"content":{"rendered":"<p><strong>St\u00e4dtebau<\/strong><\/p>\n<p>Das neue Geb\u00e4ude definiert eine klare Schnittstelle zwischen dem gesch\u00fctzten Ried und dem Gewerbegebiet. Die Gr\u00f6\u00dfe des Grundst\u00fccks ist f\u00fcr das gegebene Raumprogramm \u00e4u\u00dferst knapp bemessen. Entweder man baut in die H\u00f6he oder das Grundst\u00fcck wird zur G\u00e4nze bebaut. Der Verfasser vertritt letztere Haltung, denn die Einhaltung einer moderaten H\u00f6herentwicklung erscheint an dieser Stelle richtig. Das Geb\u00e4ude sollte nicht wesentlich \u00fcber die s\u00fcdseitigen Baumreihen ragen. Somit wird das Geb\u00e4ude in den Zuschnitt des Grundst\u00fccks eingepasst, wobei westseitig die Flucht des Haberkorn-Ulmer-Geb\u00e4udes aufgenommen wird. Eine optimale Belichtung der resultierenden Geb\u00e4udetiefen wird durch Atrien gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p><strong>Konzept Ansatz<\/strong><\/p>\n<p>Der Eingangsbereich und Vorplatz des Geb\u00e4udes orientiert sich zur Stra\u00dfe und zur gegen\u00fcberliegenden Werkhalle. Die S\u00fcdfassade markiert wie zuvor beschrieben den \u00dcbergang vom Naherholungsraum zum Gewerbegebiet. Diese Schnittstelle wird auch innenr\u00e4umlich zum Ort der Begegnung, n\u00e4mlich \u00fcber eine Erschlie\u00dfungszone mit eingelagerten Aufenthaltsr\u00e4umen. Somit liegen im S\u00fcden die sonnigen Kommunikations- und Konferenzbereiche mit Ausblick, auf der Nordseite, mit idealen Lichtbedingungen, die Bereiche zum Arbeiten und mit Blick zur Werkhalle.<\/p>\n<p>~<\/p>\n<p><strong>B\u00fcroorganisation<\/strong><\/p>\n<p>Die r\u00e4umliche Organisation der B\u00fcrostruktur ist grundlegend f\u00fcr die gesamte Geb\u00e4udeorganisation. Dabei steht eine maximale Flexibilit\u00e4t im Vordergrund. Dies wird einerseits gew\u00e4hrleistet durch B\u00fcrobereiche ohne fix eingebaute W\u00e4nde oder R\u00e4ume, sowie durch Trennw\u00e4nde, die unter einer durchgehenden Deckenh\u00f6he frei gesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDes Weiteren soll st\u00f6render Durchgangsverkehr durch die Arbeitsbereiche vermieden werden. Diese Funktion \u00fcbernimmt die s\u00fcdseitige Erschlie\u00dfungsstra\u00dfe, welche bis zu vier Abteilungen miteinander verbindet. Entlang dieser Spange liegen auch s\u00e4mtliche Kernfunktionen. Die B\u00fcrozonen sind beidseitig belichtet und haben auf einer Seite immer einen direkten Au\u00dfenbezug, auf der gegen\u00fcberliegenden Seite den Bezug zum Innenhof. \u00dcber den Innenhof und die transparente Kommunikationszone entsteht wiederum ein Bezug zu den Baumreihen und zum Ried.<\/p>\n<p><strong>Aterien<\/strong><\/p>\n<p>Eine wesentliche Rolle in der Organisation des Geb\u00e4udes nehmen die gro\u00dfz\u00fcgigen, lichtdurchfluteten Atrien ein. Sie bilden durch Wasserfl\u00e4chen und Bepflanzung die Grundlage f\u00fcr eine effiziente Klimatisierung des Geb\u00e4udes und schaffen dabei gleichzeitig eine angenehme Atmosph\u00e4re. Die Atrien helfen zudem bei der r\u00e4umlichen Orientierung. F\u00fcr Besucher und Mitarbeiter wird die Geb\u00e4udeorganisation durch vielf\u00e4ltige Sichtbez\u00fcge sofort ablesbar. Die Teek\u00fcchen in den Obergeschossen k\u00f6nnen zum Atrium hin komplett ge\u00f6ffnet werden.Der Hauptzugang zu den B\u00fcrogeschossen liegt unmittelbar beim Empfang. Dadurch k\u00f6nnen die Atrien auch unabh\u00e4ngig vom normalen B\u00fcrobetrieb f\u00fcr Veranstaltungen aller Art genutzt werden. Durch das Atrium entsteht im Konferenzbereich auch zus\u00e4tzlich nutzbare Fl\u00e4che.<\/p>\n<p><strong>H\u00f6hengestaltung Anlieferung<\/strong><\/p>\n<p>Der Erdgeschossboden wurde etwas \u00fcber das Niveau des s\u00fcdseitigen Fahrradweges angehoben. Dadurch bietet sich von der Au\u00dfenterrasse und den Konferenzr\u00e4umen ein freier Blick ins Ried, bei gleichzeitig gewahrter Diskretion.Die Garageneinfahrt wurde auf der Nordseite situiert. Durch das nach Norden hin fallende Gel\u00e4nde und das erh\u00f6hte Erdgeschossniveau ergibt sich eine h\u00f6here Garage. Diese kann f\u00fcr die Wasserbecken, die Liftgruben, die Haustechnik und f\u00fcr den LKW-Ladehof genutzt werden. Somit kann die Anlieferung und die Sicherheitsschleuse zentral neben dem Konferenzbereich angeordnet werden.<\/p>\n<p><strong>Fassade und Material<\/strong><\/p>\n<p>Die Fassaden sind sehr plastisch ausgebildet, die dadurch entstehenden \u201eSchattend\u00e4cher und Beschattungslisenen sind sowohl nordseitig als auch auf der S\u00fcdseite Teil des Klimakonzeptes, behindern aber auf Grund ihrer Geometrie nicht den optimalen Lichteinfall. Diese Haut besteht aus Alu-Formelementen und nimmt Bezug auf die Produkte der Fa. Doppelmayr. Diese Materialisierung setzt sich teilweise in den Atrien fort, Alu, Sichtbeton und Glas stehen im Kontrast zu Holzb\u00f6den und Akkustikelementen an der Decke mit Holzuntersicht. Somit entsteht eine wohnliche Atmosph\u00e4re trotz \u201eHigh-Tech- Anmutung\u201c des Gesamtkonzeptes.<\/p>\n<p><strong>Brandschutz<\/strong><\/p>\n<p>Die maximale Flexibilit\u00e4t im B\u00fcrogrundriss und die klimawirksamen Atrien bedingen das Geb\u00e4ude mit einem Sprinklerschutz auszustatten. Somit entf\u00e4llt entlang der Atrien auch eine Brandschutzverglasung. Es gibt vier Fluchttreppenh\u00e4user, die innerhalb der vorgegebenen Fluchtwegl\u00e4ngen erreicht werden k\u00f6nnen, was das Geb\u00e4udekonzept st\u00f6rende Ma\u00dfnahmen, wie Brandschutzportale oder \u00c4hnliches hinf\u00e4llig macht. Das Geb\u00e4ude wird durch die Decke \u00fcber OG2 in 2 Brandabschnitte gegliedert.<\/p>\n<p><strong>Landschaftsarchitektur<\/strong><\/p>\n<p>Die Lage des Grundst\u00fccks am \u00dcbergang des Gewerbegebietes &#8218;Hohe Br\u00fccke&#8216; zur offenen Riedlandschaft des Rheintals setzt einen sensiblen Umgang mit den landschaftlichen Eigenheiten voraus. Das f\u00fcr das Gewerbegebiet erarbeitete Bepflanzungskonzept wird in die Gestaltung integriert: Entlang des Baches werden die bestehenden Ufergeh\u00f6lze mit Weiden, Schwarzerlen sowie Pflanzungen aus Schilf und Rohrkolben erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Entlang der verkehrsberuhigten und nunmehr lediglich als Geh- und Fahrradweg sowie f\u00fcr den Busverkehr genutzten Kesselstra\u00dfe entstehen so Aufenthaltsbereiche mit naturnahem Charakter und Blick in die umgebende Landschaft. Die Stra\u00dfen und Flurgrenzen werden durch Baumreihen aus Grauerlen und Sandbirken begleitet. Ein Belagsmuster aus gro\u00dfformatigen Ortbetonplatten charakterisiert den Vorplatz des durch eine Gr\u00e4serpflanzung gerahmten Doppelmayr Neubaus. Die zentrale Platzfl\u00e4che wird durch ein Rasenpodest mit Sitzaufkantung und eine Gruppe Sandbirken gegliedert. Durch die Belagsfl\u00e4che entsteht ein optischer Zusammenhang zwischen dem B\u00fcrogeb\u00e4ude und der Produktionshalle. Die Bushaltestellen sind in unmittelbarer N\u00e4he zur Produktionshalle und dem zentralen Eingangsbereich angeordnet. Durch das Freiraumkonzept wird ein angemessener \u00dcbergang zwischen Gewerbegebiet und umgebender Landschaft sowie repr\u00e4sentative Au\u00dfenanlagen f\u00fcr das B\u00fcrogeb\u00e4ude angestrebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bb  \u00ab<\/p>\n","protected":false},"featured_media":40153,"template":"","tags":[],"publik":[975],"projekt-art":[972],"projekt-land":[938],"projekt-status":[943],"projekt-kategorie":[920,949,947],"projektphase":[],"class_list":["post-26097","projekt","type-projekt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","publik-projektbeschreibung","projekt-art-wettbewerb","projekt-land-oesterreich","projekt-status-fertiggestellt","projekt-kategorie-arbeit","projekt-kategorie-buero","projekt-kategorie-industrie","projektkategorie-wettbewerbe"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt\/26097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt"}],"about":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projekt"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26097"},{"taxonomy":"publik","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/publik?post=26097"},{"taxonomy":"projekt-art","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-art?post=26097"},{"taxonomy":"projekt-land","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-land?post=26097"},{"taxonomy":"projekt-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-status?post=26097"},{"taxonomy":"projekt-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-kategorie?post=26097"},{"taxonomy":"projektphase","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projektphase?post=26097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}