{"id":26143,"date":"2016-05-11T12:58:22","date_gmt":"2016-05-11T10:58:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.elmar-schmidinger.at\/hk5\/projekt\/wettbewerb-ueberbauung-haggen\/"},"modified":"2025-07-28T17:16:05","modified_gmt":"2025-07-28T15:16:05","slug":"wettbewerb-ueberbauung-haggen","status":"publish","type":"projekt","link":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/projekt\/wettbewerb-ueberbauung-haggen\/","title":{"rendered":"Quartier Haggen, St. Gallen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Analyse<\/strong><\/p>\n<p>Die Nachbarbebauung des Areals weist eine starke Differenzierung auf und reicht von kleinen Einfamilienh\u00e4usern bis hin zu gro\u00dfen Wohnbl\u00f6cken. Durch das gegen Norden hin abfallende Gel\u00e4nde des Grundst\u00fccks ergibt sich eine topographische H\u00f6henentwicklung welche am Kreuzungspunkt Haggenstra\u00dfe-Wolfgangstra\u00dfe einen Hochpunkt generiert. Gegen\u00fcberliegend auf etwas h\u00f6herem Terrain befindet sich das Schutzobjekt \u201eSchl\u00f6ssli Haggen\u201c welches durch seine, zur Stra\u00dfe hin freigespielte Situation, hervorsticht. Das Grundst\u00fcck selbst wird West- und Nordseitig stark von Bachgeh\u00f6lz definiert was zum einen eine au\u00dfenr\u00e4umliche Qualit\u00e4t bietet, aber auf der anderen Seite das Grundst\u00fcck auch einengt.<\/p>\n<p><strong>St\u00e4dtebau und Landschaft<\/strong><\/p>\n<p>Um die Schaffung eines Zentrums in der Kernzone zu f\u00f6rdern erh\u00e4lt das Ladengeb\u00e4ude in seiner Kubatur eine Dominanz, die aber durch die H\u00f6henstaffelung mit nur drei Geschossen, dem zur Stra\u00dfe hin zur\u00fcckspringenden Erdgeschoss und der aufgel\u00f6sten Fassade sich zur\u00fccknimmt. Durch den im Erdgeschoss geschaffenen gedeckten Vorplatz ergibt sich ein zus\u00e4tzlicher Puffer zum \u201eSchl\u00f6ssli\u201c und zur Stra\u00dfe hin, und erm\u00f6glicht ein Verweilen von Fu\u00dfg\u00e4ngern und Radfahrern. In der Wohnzone gewidmeten Bereich Richtung Norden befinden sich zwei Bauk\u00f6rper welche sich dem nat\u00fcrlichen Gel\u00e4ndeverlauf anpassend in der H\u00f6he staffeln, und sich durch ihre Situierung in einer ruhigen und von Sonnenlicht beg\u00fcnstigten Situation befinden. Die K\u00f6rnung des Ladengeb\u00e4udes an der Stra\u00dfenkreuzung orientiert sich in seiner Grundfl\u00e4che an den umgebenden gr\u00f6\u00dferen Wohnbebauungen. Gleichzeitig funktioniert dieses Geb\u00e4ude als Abschirmung gegen\u00fcber der Stra\u00dfe und LKW-Anlieferung f\u00fcr die dahinterliegenden Wohnbauten. Die Wohnbauten sind so zueinander orientiert, dass sich Durchl\u00e4ssigkeit gegen\u00fcber den Einfamilienh\u00e4usern im Nordosten ergibt.<\/p>\n<p>Das bestehende Ufergeh\u00f6lz des Schl\u00f6sslibachs fasst den Au\u00dfenraum aller drei Geb\u00e4ude. Die Struktur aus dem abgestuften Geh\u00f6lzg\u00fcrtel als r\u00e4umlicher Grenze und der offenen Gr\u00fcnfl\u00e4che, die zu den B\u00e4umen hin sanft abf\u00e4llt, wird durch minimale Eingriffe zum Charakteristikum des Ortes entwickelt. Im Au\u00dfenraum um das Gewerbegeb\u00e4ude stehen pragmatische Notwendigkeiten wie Parkpl\u00e4tze und Anlieferung im Vordergrund. Sie werden durch einfache Eingriffe in den gestalterischen und r\u00e4umlichen Rahmen integriert und von den Wohnh\u00e4usern abgegrenzt. Schnurb\u00e4ume fassen den Raum zur Stra\u00dfe hin und schaffen eine durchl\u00e4ssige Platzsituation, ohne die Anlieferung zu beeintr\u00e4chtigen. Zu den Wohnh\u00e4usern hin markiert eine Hecke mit eingestreuten Ahornb\u00e4umen den Zugang zum halbprivaten Bereich. Ein gro\u00dfz\u00fcgiger Fahrweg erschlie\u00dft die Wohngeb\u00e4ude behindertengerecht. Hecken schaffen hier Distanz zwischen privatem und \u00f6ffentlichem Raum. Ein Spazierweg erg\u00e4nzt das L der Zufahrt zum Rundweg, der die r\u00fcckw\u00e4rtigen privaten und halb\u00f6ffentlichen Freir\u00e4ume umgreift und auch die Wohnungen \u00fcber dem Gewerbegeb\u00e4ude an den Au\u00dfenraum anbindet. Die privaten G\u00e4rten sind nach Innen orientiert und mit Hecken von der Spielwiese getrennt. Jenseits des Spazierweges liegt der Waldspielplatz, der die Themen des Ortes als Spiel-Landschaft umsetzt und Teil des nat\u00fcrlichen Spielraums entlang des Bachs wird. Das Ufergeh\u00f6lz mit seinem Farben- und Formenspiel in Gr\u00fcn wird zum attraktiven, ruhigen Hintergrundbild beim Blick aus dem Fenster. Im Vordergrund nimmt eine Farn- und Gr\u00e4serpflanzung die satten Gr\u00fcnt\u00f6ne des Waldthemas auf, weiter hinten geben einheimische Baumgruppen dem Raum Tiefe und leiten zum Geh\u00f6lzsaum \u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Verkehr<\/strong><\/p>\n<p>Die motorisierte Erschlie\u00dfung des Areals erfolgt \u00fcber die Zufahrt im Osten des Areals und erm\u00f6glicht durch die H\u00f6henentwicklung des Gel\u00e4ndes ein ebenerdiges Parken f\u00fcr die Kunden- wie auch f\u00fcr die Besucherparkpl\u00e4tze. Dies hat zum einen den Vorteil, dass die Autos im Geb\u00e4ude integriert werden k\u00f6nnen und zum anderen, dass eine offene und ungezwungene Parksituation entsteht. Die Erschlie\u00dfung der Parkpl\u00e4tze f\u00fcr die Wohnungen erfolgt ebenfalls \u00fcber die gleiche Zufahrt und f\u00fchrt dann \u00fcber eine Rampe im Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude nach unten in die private Tiefgarage. Die Tiefgarage erstreckt sich, dem Gel\u00e4ndeverlauf folgend, vom Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude bis zum Wohnhaus im Norden. Somit ist es m\u00f6glich mit nur einer Abfahrt alle Wohngeb\u00e4ude mit dem Auto zu erreichen. Die LKW-Anlieferung f\u00fcr das Gesch\u00e4ft erfolgt separat \u00fcber die Wolfgangstra\u00dfe wobei hier zwei Varianten, in Abh\u00e4ngigkeit der Nutzerw\u00fcnsche, m\u00f6glich sind. Als erste M\u00f6glichkeit kann das Gesch\u00e4ft durch einem LKW mit der Lage der Einfahrt an der Geb\u00e4udeau\u00dfenwand beliefert werden. Als zweite Variante k\u00f6nnte man durch Verschieben der Einfahrt in Richtung Gesch\u00e4ft, die Anlieferung f\u00fcr einen Sattelzug erm\u00f6glichen. Bei beiden Varianten ist kein rangieren auf der \u00f6ffentlichen Verkehrsfl\u00e4che notwendig und somit jeweils eine sichere und einfache Anlieferung des Gesch\u00e4fts m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Geb\u00e4udeorganisation<\/strong><\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude ist funktional in zwei Teile unterteilt. Zum einen das Gesch\u00e4ft welches sich auf H\u00f6he der Stra\u00dfenkreuzung Haggenstra\u00dfe-Wolfgangstra\u00dfe befindet und s\u00fcdseitig \u00fcber den Vorplatz erschlossen wird. Zum anderen die Wohnungen die im westlichen Teil als Maisonetten und im \u00f6stlichen Teil als Geschosswohnungen mit flexiblen Grundrissen geplant sind. Die Haupterschlie\u00dfung der Maisonetten erfolgt \u00fcber den Eingang im Sockelgescho\u00df.&nbsp; Die Haupterschlie\u00dfung der \u00f6stlichen Wohnungen erfolgt, wie f\u00fcr das Gesch\u00e4ft, \u00fcber den s\u00fcdseitigen Vorplatz. Die Gescho\u00dfwohnungen im Osten sind durch einen gro\u00dfz\u00fcgigen Innenhof von den Maisonetten im Westen getrennt aber k\u00f6nnen gleichzeitig diesen Innenhof als Treffpunkt verwenden.<br \/>\nDie Wohnbauten sind jeweils als aneinandergesetzte Zweisp\u00e4nner mit einem Wohnungsmix aus 2,5 \/ 3,5 und 4,5 Zimmerwohnungen konzipiert. Die Wohnungen im mittleren Bauk\u00f6rper sind S\u00fcdwest \u2013 Nordost orientiert, wobei sich die&nbsp;Wohnr\u00e4ume zur sonnigen Gartenseite \u00f6ffnen.&nbsp; Die Wohnungen im n\u00f6rdlichen Bauk\u00f6rper sind Nordwest \u2013 S\u00fcdost orientiert, wobei durch die flexiblen Grundrisse auch wahlweise \u201edurchgewohnt\u201c werden kann. So erhalten die die sonnigen Wohnr\u00e4ume auch einen direkten Bezug zum naturnahen Baumbestand.<\/p>\n<p><strong>Konstruktion<\/strong><b><br \/>\n<\/b><br \/>\nAlle Objekte werden als Holzbauten konzipiert, wobei die Konstruktionstypologien unterschiedlich sind. So wird vorgeschlagen, die Wohnbauten mit sichtbaren Brettsperrholzdecken oder sonstigen Massivholzdecken auszuf\u00fchren, wobei die Spannweite auf ca. 3,7 Meter begrenzt wird. Diese Deckenelemente liegen auf tragende Wohnungstrennw\u00e4nden bzw. St\u00fctzen auf. Die Au\u00dfenw\u00e4nde, abgesehen von den Stirnw\u00e4nden, werden nichttragend ausgef\u00fchrt und sind mit eingebauten Fenstern vorgefertigt und hoch w\u00e4rmeged\u00e4mmt. Au\u00dfen sollen die Wohnbauten mit einer horizontalen und vertikalen Holzschalung verkleidet werden, um sich in den Kontext, das vom Bachgeh\u00f6lz dominiert wird, nat\u00fcrlich einzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Die Konstruktionstypologie des Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4udes ist mit dem Raster der Tiefgarage abgestimmt. Dabei werden die vorgegebenen Spannweiten zwischen 8 und 9 Meter umgesetzt. Auf einem massiven Sockelgeschoss werden Stahlst\u00fctzen und ca. 70 cm hohe Stahltr\u00e4ger aufgestellt. Auf diese Stahltr\u00e4ger werden Holzbetonverbunddecken gelegt, wobei das Detail so entwickelt wird, dass auch die Stahltr\u00e4ger im Verbund mit dem Beton effizient ausgenutzt werden. Auf diese Ebene werden zweigeschossige Bauk\u00f6rper errichtet, wobei die Konstruktionstypologie des nordseitigen Wohngeb\u00e4udes als Skelettbau vorgeschlagen wird, w\u00e4hrend die Maisonettewohnungen im S\u00fcden durch tragende zweigeschossige Schoten \u2013 Wohnungstrennw\u00e4nde charakterisiert sind, welche auf den darunterliegenden Querw\u00e4nden jeweils aufliegen. Somit entsteht eine klare und effiziente Konstruktionstypologie, die auch R\u00fccksicht auf die Notwendigkeit von gro\u00dfen Spannweiten nimmt.<\/p>\n<p><strong>Energie<\/strong><\/p>\n<p>Die Wohnbauten sind im Minergie Standard vorgesehen. Es wird eine dezentrale L\u00fcftungsanlage vorgeschlagen. Die L\u00fcftungsger\u00e4te sitzen bei den Wohnbauten jeweils in der abgeh\u00e4ngten Decke, von welchem die Luftverteilung \u00fcber die Decken der Nebenzonen erfolgt. Bei den Wohnungen \u00fcber dem Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude erfolgt die L\u00fcftungsverteilung in der Decke \u00fcber dem Gesch\u00e4ft zu den Steigsch\u00e4chten in den Wohnungen, von welchen die Luftverteilung in den abgeh\u00e4ngten Decken der Erschlie\u00dfungszonen erfolgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bb  \u00ab<\/p>\n","protected":false},"featured_media":40103,"template":"","tags":[],"publik":[975],"projekt-art":[974,972],"projekt-land":[966],"projekt-status":[943],"projekt-kategorie":[929,919],"projektphase":[],"class_list":["post-26143","projekt","type-projekt","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","publik-projektbeschreibung","projekt-art-preistraeger","projekt-art-wettbewerb","projekt-land-schweiz","projekt-status-fertiggestellt","projekt-kategorie-mehrfamilienhaus","projekt-kategorie-wohnen","projektkategorie-wettbewerbe"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt\/26143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt"}],"about":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projekt"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26143"},{"taxonomy":"publik","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/publik?post=26143"},{"taxonomy":"projekt-art","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-art?post=26143"},{"taxonomy":"projekt-land","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-land?post=26143"},{"taxonomy":"projekt-status","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-status?post=26143"},{"taxonomy":"projekt-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projekt-kategorie?post=26143"},{"taxonomy":"projektphase","embeddable":true,"href":"https:\/\/ip217-154-147-205.pbiaas.com\/v80\/de\/wp-json\/wp\/v2\/projektphase?post=26143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}