Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum, Hohenems

Projektinfos

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  • Kooperation
    Querformat Architektur ZT GmbH, Dornbirn
  • Projektleitung
    DI (FH) Paul Steurer, Querformat
    DI Thomas Fußenegger
  • Mitarbeit
    DI Maria Horejschi
    Niklas Vogt
    Matthias Zondler
    Vernea Kopecny, Querformat
    Matthias Latzer, Querformat
    Martin Rümmele
  • Kostenplanung
    Stefan Kopecny, Querformat
    Arch. DI Roland Wehinger
  • Bauleitung
    Albrecht Christoph
  • Bauherr
    Landeshochbauamt Vorarlberg

    Standort
    Hohenems

    Fertigstellung
    2019

    Projektdaten
    NGF 4.815 m², BGF 5.460 m²,
    BRI 2.54, m³
    Energie 29 kWh/m²a

    Projektphasen
    Wettbewerb
    Ausführung

    Rechte
    Text Tina Mott
    Foto Norman Radon, Arch. DI Roland Wehinger

    Bäuerliches Schul- und Bildungszentrum, Hohenems

    Flexible Lernlandschaft mit Freiraum.

    Am nordwestlichen Siedlungsrand der Stadt Hohenems entstand ab den 1970er Jahren eine land- und forstwirtschaftliche Fachschule mit angeschlossenem Internat als zentrale Ausbildungsstätte für Vorarlberg. Um der dynamischen Entwicklung des bäuerlichen Schul- und Bildungszentrums Rechnung zu tragen, musste das Gebäude während der folgenden Jahrzehnte mehrmals umgeplant und vergrößert werden. So wurde bereits im Jahr 2006 die zergliederte Bausubstanz durch bedacht gestaltete Eingriffe und Ergänzungen in klare Strukturen gefasst, um sich als kompakt gefasste Hof-Typologie selbstbewusst von seiner heterogen bebauten Umgebung abzugrenzen.

    Der neu errichtete Klassentrakt erweitert diesen Bestand in Sinne einer Stärkung der vorhandenen räumlichen Potentiale. Er ergänzt die gegebene Erschließungsstruktur zu einem Rundgang und formt so einen weiteren Innenhof, welcher durch den naturbelassenen Garten und großzügig dimensionierte Terrassen als geschützter Erholungsraum für die Schüler konzipiert ist.

    Während im massiv ausgeführten Sockelgeschoss vorwiegend Technik- und Werkräume untergebracht sind, wurden die beiden darüber liegenden Stockwerke als offene und flexible Lernlandschaften mit naturbelassenen Holzoberflächen und hellen Bodenbelägen gestaltet. Um die Trennung der Klassenzimmer von den angrenzenden Gemeinschaftsflächen nur durch räumlich formulierte Möbeleinbauten realisieren zu können, übernehmen deckengleiche Träger und Stahlstützen die statischen Lasten der tragenden Mittelachsen. Dieser Gebäudeteil ist wie der Zubau der letzten Erweiterungsphase in Brettstapelbauweise mit akustisch wirksamen Massivholzdecken gefügt, wobei die Decke über dem Erdgeschoss als Holz-Beton-Verbund gefertigt ist, um Schwingungen zu reduzieren. Auch die bewährte Fassadengestaltung aus dunkelrot gestrichenen sägerauen Holzlatten wurde wieder übernommen und durch neue Elemente sinnvoll ergänzt, um eine gestalterische und konstruktive Konsistenz für das gesamte Schulhaus zu etablieren

     


    Projektdetails