Caritas Zentrale, Salzburg-Herrnau

Projektinfos

16_02

Bauherr
Caritas, Salzburg & Röm. Kath. Pfarrgemeinde Salzburg - Herrnau, Salzburg

Standort
Salzburg

Fertigstellung
2019

Projektdaten
NGF Caritas 2.332 m², Pfarre 1.341 m², Tiefgarage 1.250 m²
BGF Caritas 2.622 m², Pfarre 1.537 m², Tiefgarage 1.800 m²
BRI Caritas 9.293 m³, Pfarre 5.120 m³, Tiefgarage 5.770 m³
Energie
Caritas 9,4 kWH/m²a
Pfarre 28,2 kWH/m²a
Tiefgarage 27 kWH/m²a

Projektphasen
Wettbewerb
Ausführung

Rechte
Text Tina Mott
Foto Bruno Klomfar

Fachplaner
  • Projektleitung
    Heimat Österreich, Salzburg
  • Generalunternehmer Hochbau
    Strabag Ag -Direktion AV- Hochbau Salzburgm Thalgau
  • Statik
    Marius Consulting ZT GmbH, Salzburg
  • Haustechnik
    TB Stampfer, Salzburg
  • Elektroplanung
    Ingenieurbüro Bermadiinger GmbH & CoKG, Wals-Siezenheim
  • Bauphysik
    DI Graml Ziviltechnik, Wals-Siezenheim
  • Brandschutzplanung
    Christoph Mattseeroider, Schleedorf
  • Büroplanung
    AREA C.I.DESIGN GmbH, Salzburg
  • Aussenanlagenplanung
    Barbara Bacher Landschaftsarchitektin, Linz


Caritas Zentrale, Salzburg-Herrnau

Soziale Anlaufstelle an der Klosterpforte.

Gewerbebauten, Wohnblöcke und zerfahrene Einfamilienhausteppiche reihen sich entlang der vierspurigen Alpenstraße an den südlichen Ausläufern der Stadt Salzburg. Gesäumt von dichtem Auwald und landwirtschaftlich genutzten Flächen entstand diese heterogene Bebauungsstruktur ab den 1950er-Jahren auf den ehemaligen Gründen des Schlosses Herrnau. Als geistliche Mitte des neu gegründeten Stadtteiles wurde im Jahr 1963 die Gottessiedlung zur Heiligen Erentrudis eingeweiht. Das denkmalgeschützte Pfarrzentrum ist von einer wallartigen Mauer umschlossen, welche in ihrem Inneren die expressiv gestaltete Kirche mit Pfarrhof und Kloster birgt.

Der bestehende Kindergarten wurde abgetragen, um Raum zu schaffen für eine zeitgemäße Interpretation dieser Bauaufgabe und barrierefreie Wohnungen in den Obergeschossen. Zusätzlich sollten Flächen für die Administration der Caritas mit einem großzügigen Geschäftslokal entstehen. Im Bezug zur städtebaulichen Körnung des Ortes wurde das umfangreiche Raumprogramm in zwei separaten Volumen gefasst, die durch eine Tiefgarage miteinander verbunden sind. Die beiden Gebäude formen eine prägnant artikulierte Pforte in der Klostermauer, um ihre Funktion als soziale Anlaufstellen zu verdeutlichen und den Charakter des Pfarrgartens als allgemein zugänglichen Grünraum auszuweisen.

Der Verwaltungsbau im Passivhaus-Standard ist klar und pragmatisch strukturiert, seine Grundrisse und Fassaden sind zweckmäßig auf die Nutzung als Bürogebäude abgestimmt. Um eine flexible Einteilung der Räume zu ermöglichen, werden die statischen Lasten über einen massiven Kern und die Außenwände abgetragen. Diese sind aus innovativen Wärmedämmziegeln gemauert, auf welche eine Schicht Isolierputz und darüber fein gearbeiteter Deckputz im Besenstrich aufgetragen sind. Das Kindergarten- und Wohngebäude hingegen ist in seiner Gestaltung offen und verspielt ausformuliert und als Hybridbau im Niedrigenergie-Standard konzipiert. Der Tragstruktur aus Stahlbeton und Mauerwerk wurde eine horizontal verschalte Holzfassade vorgehängt, die mit Mineralwolle gedämmt ist. Das Ensemble verfügt über Photovoltaik-Anlagen, nachhaltige Heiz-, Kühl- und Lüftungssysteme und ist mit vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet.


Projektdetails