DI Hermann Kaufmann

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Univ.-Prof. Arch. DI Hermann Kaufmann

Hermann Kaufmann wurde 1955 in Reuthe im Bregenzerwald geboren. Für den Sohn einer alteingesessenen Zimmermannsfamilie war die Mithilfe im elterlichen Betrieb eine Selbstverständlichkeit. In den Werkstätten und auf der Baustelle lernte er die Möglichkeiten und Einsatzbereiche des Baustoffes Holz kennen und entwickelte eine Art des handwerklichen Denkens, die seine Arbeit als Architekt wesentlich prägen sollte.

Seine Entscheidung, Architektur zu studieren, wurde von seinem Onkel Leopold Kaufmann unterstützt, der als bedeutender Protagonist des Vorarlberger Architekturdiskurses und Vordenker auf dem Gebiet des Holzbaus gilt. Bei ihm erlernte er als Praktikant die Grundlagen und das Handwerkszeug des Berufes. Das Studium absolvierte er schliesslich an der Universität Innsbruck und an der Technischen Universität Wien, wo er entscheidend von seinem Lehrer Prof. Ernst Hiesmayr geprägt wurde. Nach zweijähriger Mitarbeit in dessen Atelier gründete er 1983 in Gemeinschaft mit Christian Lenz ein eigenes Architekturbüro in Schwarzach.

Seine Haltung als Architekt ist geprägt von den Ideen der klassischen Moderne im Rahmen einer profunden Auseinandersetzung mit dem gebauten Kontext. Zentrale Themen seiner Arbeiten sind das Ausloten der Möglichkeiten des modernen Holzbaus wie auch die Suche nach umfassenden Antworten im Bereich der Nachhaltigkeit des Bauens.

Zahlreiche Werkshallen für Zimmereien und andere Gewerbebauten zeugen von seinen zielgerichteten Entwurfskonzepten für Holztragwerke, die architektonisch verfeinert, ebenso wirksam für Gemeindesäle oder Sporthallen sind. Neben vielen Einfamilienhäusern ergänzen zurückhaltende Erneuerungen alter Bausubstanz in empfindlichen Dorfstrukturen die Werkliste und belegen sein feines Gespür im Umgang mit traditioneller Baukultur und Landschaft. Die Thematik von Wohnbauten in Holz entwickelte sich zu einer Hauptaufgabe, insbesondere im Zusammenhang mit Fragen der Nachhaltigkeit und Energie, ebenso wie Schulgebäude und Bauwerke für die Öffentlichkeit.

Seine Lehrtätigkeit begann im Wintersemester 1995/96 als Dozent für Holzbau an der Liechtensteinischen Ingenieurschule, der Vorgängerinstitution der Universität Liechtenstein. In den Jahren 1998 und 2000 folgten Gastprofessuren an der TU Graz und der Universität Ljubljana. Im April 2002 wurde er als Ordentlicher Universitätsprofessor an die Architekturfakultät der TU München berufen und leitete dort das neu eingerichtete Fachgebiet ‚Entwerfen und Holzbau‘ am ‚Institut für Bautechnik und Entwerfen‘ bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 2021.