Struktur als Filter
Die Kreisstadt Waiblingen erstreckt sich im Nordosten der Metropolregion Stuttgart. Hier ist das Projekt in einem vielschichtigen urbanen Kontext verortet, in dem Wohnflächen, Gewerbestrukturen und Verkehrsachsen räumlich dicht ineinandergreifen.
Das Parkhaus besetzt sowohl städtebaulich als auch atmosphärisch einen Ort des Übergangs. Der Baukörper ist am südlichen Rand einer neu errichteten Wohnanlage positioniert und wirkt als Filter gegen Lärm und Immissionen der achtspurigen Bundesstraße B14. Die architektonische Herausforderung bestand darin, auf begrenztem Raum eine maximale Anzahl an Stellplätzen zu realisieren, ohne die Klarheit der Konstruktion zu kompromittieren.
Das Untergeschoss aus Beton bildet das erdverankerte Fundament. Darüber entfaltet sich eine klar strukturierte Skelettkonstruktion aus Fichtenholz, deren Stützen, Balken und Decken ein rhythmisches Tragwerk bilden. Der monolithische Erschließungskern und die massiv ausgebildeten Rampen kontrastieren die stringente Holzstruktur und akzentuieren die Plastizität des Baukörpers. So entsteht ein Zweckbau, der seine konstruktive Logik offenlegt und Holz als nachwachsenden Rohstoff in eine kohärente tektonische Ordnung überführt.



