Bildungscampus am Sallerner Berg, Regensburg

Projektinfos

19_08

Bauherr
Stadt Regensburg

Standort
Regensburg

Wettbewerb
2019

Rechte
Text Text Tina Mott
Abbildung Hermann Kaufmann + Partner ZT GmbH

Bildungscampus am Sallerner Berg, Regensburg

Schule an der Schnittstelle.

Am nördlichen Siedlungsrand der historischen Donaumetropole Regensburg soll ein ausgedehnter Schulcampus entstehen. Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Spannungsfeld zwischen offenem Landschaftsraum und städtischem Wohngebiet an einem Südhang mit Orientierung zum Stadtzentrum.

Die Reduktion der Entwurfsprinzipien auf zwei Grundmotive ermöglicht ein stringentes Projekt, welches sich stark in die urbanistische Situation einbindet. Während der zentrale Schulhof als Hain mit lichtkronigen Bäumen fließend in den weitläufigen Aberdeen Park übergeht, werden die architektonischen Schnittstellen durch die Positionierung der einzelnen Baukörper akzentuiert.

Die Jakob-Muth-Schule steht als städtebauliche Kante in Verlängerung der angrenzenden Siedlungsstruktur an der Harzstraße. Das langgestreckte, durch Loggien gegliederte Volumen bildet den Übergang vom Wohngebiet zum Schulareal. Ein weiter, torartiger Durchgang in den Innenhof formuliert eine klare Adresse und bietet eine Übersicht der verschiedenen Gebäudeerschließungen.

Die Grundschule wird nördlich davon, parallel in den Hang gesetzt und liegt leicht erhöht auf dem Niveau der Hundsrückstraße. Den östlichen Abschluss des Ensembles markiert der rechtwinklig positionierte Baukörper in dem der Kinderhort sowie die SVE zusammengefasst sind. Durch seine Orientierung zur Morgensonne und den vorgelagerten Waldspielplatz bietet er ideale Entfaltungsmöglichkeiten für die Kleinkinder. Diese Teile des Schulgeländes werden durch einen bepflanzten öffentlichen Vorplatz mit Bushaltestelle übersichtlich erschlossen.

Die Setzung der Volumina an den Rand des Areals ermöglicht im Innenraum einen durchgrünten, parkähnlichen Campus. Die Sporthalle mit integrierter Mensa bildet das Herz der Anlage. Vielfältige Blickbeziehungen und gemeinsam nutzbare Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen um den niederen Baukörper. Als gestalterisches Element zieht sich die vorgelagerte Sitztribüne bis in die geschossübergreifenden Pausenhallen der beiden Schulen.