Zünd Montage- und Logistikhalle, Altstätten

Projektinfos

20_02

Bauherr
Zünd Immobilien AG

Standort
Altstätten (CH)

Wettbewerb
2020

Rechte
Text Tina Mott
Abbildung Hermann Kaufmann + Partner

Zünd Montage- und Logistikhalle, Altstätten

1. Platz

Industriehalle mit Tageslicht und Frischluft.

Der bestehende Standort der Firma Zünd Systemtechnik AG hat seine Kapazitätsgrenzen erreicht, der Bau einer neuen Montage- und Logistikhalle ist daher unumgänglich. Zur Auslotung geeigneter Entwurfs- und Konstruktionsstrategien wurde ein Thesenwettbewerb für das Grundstück südlich des Firmensitzes im Gewerbegebiet von Altstätten durchgeführt.

Nach eingehender Auseinandersetzung mit der städtebaulichen Situation und den spezifischen Parametern der Produktionsbedingungen entsteht das Konzept eines dreigeschossigen Baukörpers, der zu einem späteren Zeitpunkt gegen die Industriestraße erweitert werden kann.

Drei zentrale Höfe, welche in der ersten Bauetappe unmittelbar an der Westseite liegen, sind als offene Galerien angedacht, die Tageslicht in die Tiefe der Räume leiten. Die Fassaden werden von einem engen, vertikalen Vorhang aus Holzlamellen bekleidet, der eine direkte Besonnung verhindert, pro Geschoss laufen zwei Fensterbänder um das Gebäude. Während die unteren Öffnungen auf Brüstungshöhe die vorderen Arbeitsplätze optimal illuminieren, dienen hochliegende Lüftungsklappen der Frischluftzufuhr und der Belichtung der hinteren Raumzonen. So kann auch eine effiziente Nachtauskühlung gewährleistet werden.

Die primäre Tragstruktur des Gebäudes wird in Holz-Beton-Hybridbauweise errichtet. Sichtbare Haupt- und Nebenträger aus Brettschichtholz mit einer vollflächigen Aufbetonschicht sowie tragende Holzstützen charakterisieren das Erscheinungsbild der Halle. Die vertikalen Erschließungskerne aus Stahlbeton dienen der Gebäudeaussteifung und bilden in Kombination mit Verbunddecken ein sehr wirtschaftliches Aussteifungskonzept.

Die Gebäudehülle wird ausschließlich durch Holzwerkstoffe und Recyclate hochgedämmt ausgeführt, wodurch ein optimaler Wärmeschutz und höchste Energieeffizienz gewährleistet sind. Zur maximalen Eigenversorgung mit Strom ist das Dach vollflächig mit Photovoltaik-Modulen belegt, während für den Heizbetrieb optional eine Wärmepumpe installiert werden kann.