Massivholz im Bestand
Die Riedgasse durchzieht den historischen Kern von Dornbirn und spiegelt eine vorindustrielle Siedlungsstruktur, in der Wohnen und kleingewerbliche Nutzung eng miteinander verwoben sind. Die Liegenschaft an der Ecke zur Klostergasse wird erstmals 1808 im Bayerischen Steuerkataster urkundlich erwähnt und gilt als Geburtshaus des Vorarlberger Textilpioniers Franz Martin Hämmerle.
Eine behutsame Sanierung entfaltet die Bausubstanz, ohne ihre historische Identität zu glätten. Im Erdgeschoss bleibt das Natursteingewölbe als atmosphärischer Resonanzraum erhalten und bildet das strukturelle Fundament der Transformation. Darüber spannt die neu eingezogene Stahlbetondecke als statische Grundlage für die vertikale Entwicklung des Gebäudes.
Mit Decken aus KLH-Elementen bilden die Obergeschosse eine klar lesbare Massivholzkonstruktion, die den Bestand ergänzt und weiterführt. Der Dachstuhl ist statisch ertüchtigt und an heutige Anforderungen angepasst; eine kompakt gestaltete Erschließung verbindet die verschiedenen Nutzungsebenen. Während das Erdgeschoss eine stilvolle Vinothek beherbergt, ordnen sich darüber sechs individuell gestaltete Wohnungen und eine Maisonette im Dachraum.













